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Reflexintegration natürlich unterstützen

Reflexintegration natürlich unterstützen

Lesen und Schreiben

05-2021

Wenn sich Eltern mit ihrem Kind für die Reflexintegration an mich wenden, liegen Geburt, Säuglingsalter und Kleinkindphase oft schon längst hinter ihnen. Dennoch erwartet die ein oder andere Mama später selbst noch einmal Nachwuchs oder es ist jemand im Bekanntenkreis oder der Familie gerade schwanger.

Und so werde ich immer wieder gefragt: „Was kann man denn tun, um die Reflexintegration auf natürliche Weise zu unterstützen?“

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Deshalb möchte ich dir in diesem Beitrag Ideen geben, wie du dein Kind bei der natürlichen Reflexintegration unterstützten kannst. Bei allem was folgt ist eines wichtig: Obwohl es sich um wissenschaftliche Erkenntnisse handelt, sind alle Tipps mit einer durchschnittlichen Schwangerschaft und Geburt im Hinterkopf formuliert.

Solltest du aus medizinischen Gründen zum Beispiel viel Zeit der Schwangerschaft im Liegen verbracht haben oder hast etwa einen Notfall-Kaiserschnitt hinter dir, mache dir bitte keine Gedanken, wenn du einige Hinweise nicht befolgen kannst bzw. konntest.

Jedes Mama-Kind-Paar geht einen anderen Weg und dank toller Methoden wie der Reflexintegration gibt es für jeden die beste Unterstützung!

Reflexintegration - das kannst du in der Schwangerschaft tun

Für dein Baby ist es schon während der Schwangerschaft wichtig, dass es möglichst vielen Bewegungsreizen ausgesetzt ist. Geh also gerne häufig spazieren und bewege dich anderweitig, wenn du es kannst. In manchen Fällen ist dies natürlich nur sehr eingeschränkt möglich und deshalb gilt: so viel, wie dir und deinem Baby guttut!

Auch Atemübungen sind unglaublich hilfreich dabei, Entspannung körperlich an dein Baby weiterzuvermitteln. Ganz wichtig hierbei: nicht den Atem anhalten! Für Anleitung kann ich das Buch »ElternWissen. Yoga in der Schwangerschaft« von Francoise Barbira Freedman empfehlen.

Ein weiterer Tipp: Sprich schon während der Schwangerschaft viel mit deinem Kind. Und das kann auch nur in Gedanken sein – sende deinem Baby positive Gefühle, sag ihm, wie sehr du dich auf es freust und streichle es durch deine Bauchdecke hindurch. Dies stärkt eure enge Bindung weiter.

Geburt - so beeinflusst sie die Reflexintegration

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Ob wir uns für einen Wunschkaiserschnitt entscheiden oder für eine natürliche Geburt ist so ziemlich das Einzige, worauf wir Einfluss haben – sofern ein Kaiserschnitt nicht medizinisch indiziert ist. Oft verläuft die Geburt anders als erwartet und nicht selten fühlt man sich als frischgebackene Mama auch nicht ganz wohl mit diesen Änderungen.

Eine natürliche Entbindung, wenn sie denn gewollt ist, kann selbstverständlich ein unglaubliches Erlebnis sein, doch sie ist keinesfalls die einzige Voraussetzung für ein gesundes und glückliches Baby!

Wenn ein natürlicher Geburtsvorgang stattfindet, so unterstützen der Spinale Galant Reflex, der ATNR (Asymmetrisch Tonischer Nackenreflex) und der TLR (Tonischer Labyrinth-Reflex) diesen Prozess.

Im Verlauf der Geburt werden diese Reflexe so richtig aktiviert und können sich dadurch später zurückbilden: denn jeder Reflex braucht eine ausreichend lange aktive Phase, um dann abgebaut werden zu können.

Aktiv kann der Reflex nur sein, wenn in seinem vollen Umfang gebraucht wird und deshalb nimmt die natürliche Entbindung eine wichtige Rolle für die Reflexaktivität ein.

Babyalter - eine wichtige Zeit für die natürliche Reflexintegration

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Im Babyalter ist es wichtig, dass dein Kind schon früh immer wieder in Bauchlage liegen kann. Mit 4 Wochen, wenn das Baby beginnt, in dieser Bauchlage den Kopf zu heben, beginnt die Entwicklung des Landau Reflexes.

Dazu gehört der sogenannte obere Landau, bei dem das Baby mit 2-3 Monaten den Oberkörper mit dazu anhebt und der unteren Landau im Alter von 4 Monaten, der die Beine mit ins Spiel bringt.

Nach ausreichender Nutzung dieser Bewegungen sollte der Landau Reflex letztendlich mit drei Jahren vollständig integriert, also ausreichend verwendet und dadurch abgebaut, sein.

Unterstützen kannst du dein Baby hier mit:

  • Fingerspielen, Schaukeln, Wippen und den aus gutem Grund weit bekannten Spielchen wie Hoppe Hoppe Reiter, Engele-Engele-Flieg oder dem Butterstampfen.
  • Viel Augenkontakt.
  • Einem Babyspielplatz auf einer großen Decke auf dem Boden mit viel freier und uneingeschränkter Bewegungsmöglichkeit. Das Baby lernt, seinen Körper zu verwenden: sich umzudrehen, seine Füße oder Gegenstände zu greifen und möglicherweise sogar schon in deren Richtung zu robben.
  • Einem gut gefederten Kinderwagen, in denen das Baby auch mal auf dem Bauch liegen kann. Früher gab es so tolle Kinderwägen mit Fenstern, wo das Baby in Bauchlage rausschauen konnte.
  • Möglichst wenig Zeit, in der die Bewegungsfähigkeit des Babys eingeschränkt ist, wie in einer Babywippe oder einer Babyschale.
  • Anreizen, den Kopf auf beide Seiten zu drehen. Lege hierfür zum Beispiel Spielzeuge oder dich selber auf die Seite, zu der dein Baby den Kopf nicht so gerne dreht und sprich mit ihm.

Wenn das Baby sich frei auf dem Boden bewegt, lernt es auf natürliche Weise, irgendwann auch seine Körpermitte zu überkreuzen und zum Beispiel mit der rechten Hand auch nach dem linken Fuß zu greifen und so den vorhin bereits erwähnten ATNR Reflex zu integrieren.

Kleinkindalter - Reflexintegration braucht Bewegung

Im Kleinkindalter ist viel Bewegung im Freien klasse, bei der dein Kind durch natürliches Licht auch die Augen trainieren kann. Laufen, Klettern, Springen und Hüpfen auf natürlichem und unebenem Untergrund fördern spielerisch den Gleichgewichtssinn und die visuelle Wahrnehmung.

Unterschiedliche Reize, die das ganze Sinnes-System ansprechen, wie verschiedene Töne, Gesang (besonders die hohen Töne beim Singen von Kinderliedern), Fingerspiele und taktile Reize helfen dabei, dass dein Kind sich voll und ganz entfalten kann.

Neben einer vollwertigen Ernährung gehört zur gesunden Entwicklung genügend Bewegung. Tatsächlich wird immer wieder unterschätzt, wie viel Bewegungsfreude und -drang in so einem jungen Körper steckt und wie körperlich belastbar unsere kleinen Menschen sind.

Kinder brauchen keine Süßigkeiten und keinen Fernseher, sondern Liebe, Unterstützung und Spaß an der frischen Luft.

Die einfachsten, alltäglichen Dinge unterstützen eine gesunde Entwicklung deines Kindes: viele kleine Schritte machen einen großen Unterschied!

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Ich bin Silke Krämer.

Kinder- und Jugendcoach Professional, NLP Master und Coach, EMDR Traumatherapeutin und Gymnasiallehrerin

Ich helfe Familien, wenn es Schulstress gibt und daheim die Fetzen fliegen. Außerdem unterstützte ich Mütter und Väter dabei, sich den Herausforderungen des Familienlebens selbstbewusst zu stellen.

Als Trainerin für Reflexintegration helfe ich deinem Kind, damit ihm die Schule bei Konzentrations­schwächen, Lern- und motorischen Problemen leichter fällt.

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Bei Hausaufgaben helfen? Mach endlich Schluss mit dem täglichen Hausaufgabenterror!

Bei Hausaufgaben helfen? Mach endlich Schluss mit dem täglichen Hausaufgabenterror!

Lesen und Schreiben

06-2020

Viele Kinder sind dankbar, wenn sie anfangs in der Grundschule Unterstützung von ihren Eltern bekommen. Doch ist es tatsächlich gut, deinem Kind immer bei den Hausaufgaben zu helfen? Leider entwickelt sich aus der Hilfestellung oft eine Gewohnheit, die sich bis in die weiterführende Schule fortsetzt. Am Ende leiden alle Beteiligten darunter.

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Für uns als Eltern ist es schwierig zu erkennen, ab wann unser Kind uns wirklich noch braucht und ab wann es besser wäre, es aus dem sicheren Hafen in die Selbständigkeit zu entlassen. Natürlich wollen wir Eltern unsere Kinder vor allem Negativen bewahren. Doch gehört es zur Entwicklung und zum Prozess des Erwachsenwerdens dazu, mit Niederlagen und Frustration umgehen zu können.

Bei den Hausaufgaben helfen: Geteiltes Leid = halbes Leid?

Was sich für die Kinder zunächst als „geteiltes Leid ist nur halbes Leid“ anfühlt, mündet oft in ein „geteiltes Leid ist doppeltes Leid“. Selten bleibt es bei einem harmonischen miteinander Arbeiten und die Eltern dienen irgendwann nur noch als Müllhalde des angestauten Frusts ihrer Kinder, die sich über die lästigen Hausfgaben beschweren, die sie zu erledigen haben. Der Konflikt um die Hausaufgaben spitzt sich teilweise bis zur Verweigerungshaltung und Ausrastern zu.

Da die Eltern so tief in die Schulthematik ihrer Kinder involviert sind, bleibt eine emotionale Verstrickung nicht aus.

Je mehr Energie wir als Eltern in die Schulkarriere unserer Kinder investieren, umso wichtiger sind uns die Früchte unserer Mühen. Bei den Eltern wächst der Ehrgeiz und je mehr davon die Eltern spüren, umso mehr scheint er bei den Kindern zu schwinden. Dieses Ungleichgewicht setzt die Kinder unter Druck und verursacht bei allen Beteiligten Unbehagen.

Neulich führte ich ein Gespräch mit einer Mutter in meiner Praxis zu genau diesem Thema. Sie war total verzweifelt, weil der Familienfrieden kaputt war, es nur noch um Schule ging und sie völlig genervt davon war, dass ihr Sohn von alleine so gar nichts macht, die Hausaufgaben verweigert und immer nur dagegen geht und meckert.

Sie sagte: „Ja, aber wenn ich nicht mit ihm lerne oder bei den Hausaufgaben helfe, dann macht er von sich aus gar nichts. Immer muss ich ihn antreiben und an seine Hausaufgaben erinnern. Es ist schrecklich! Von alleine passiert einfach nichts. Das geht doch nicht. Oder soll ich ihn da etwa wissentlich reinrennen lassen? Es kann schließlich keine gute Note bei rauskommen, wenn er nicht lernt.“

Wenn es soweit gekommen ist, dann haben Mutter und Sohn den Absprung voneinander verpasst.

Wie lässt sich die negative Spirale um Hausaufgaben und Lernen durchbrechen?

Um aus der negativen Spirale rauszukommen, müssen beide Parteien etwas verändern. In oben genanntem Fall braucht der Sohn genügend Selbstvertrauen, um die Erfahrung machen zu können, dass er seine Hausaufgaben auch ohne Beisein und Ermahnung seiner Mutter erledigen kann. Im Gegenzug braucht die Mutter genügend Gelassenheit und „Loslassen können“, um ihm den entsprechenden Vertrauensvorschuss geben zu können, der es ihm ermöglicht, seine eigenen Erfahrungen zu sammeln. Und das kann eben auch heißen: Weniger bei den Hausaufgaben helfen.

Das kann nicht von heute auf morgen klappen, weil sich alle Muster viel zu lange eingebrannt haben. Vielmehr ist es ein Prozess. Je nachdem, wie verfahren die Lage bereits ist und wie lange sich das Kind schon gegen das Lernen und die Hausaufgaben gewehrt hat, kann es auch sein, dass das Klassenziel nicht mehr erreicht werden kann. So ist das dann halt. Viel wichtiger ist jedoch die längerfristige Perspektive

Wenn Familien Hilfe bei mir suchen, haben die meisten noch ein paar Jahre Schule vor sich und so lohnt es sich immer, an der Abnabelung zu arbeiten.

Es geht nicht um die Hausaufgaben, sondern um die Beziehung

Ein wichtiger Aspekt dabei ist, das Problem auf der Beziehungsebene anzugehen. Viele Kinder gauben, dass ihre Eltern sie nur lieben, wenn sie die von ihnen erwartete Leistung erbringen. Das ist furchtbar belastend für die Kinder und manchmal sind sich die Eltern dessen gar nicht bewusst, weil jegliche klare Sicht auf die Dinge durch die Nebelschwaden der gegenseitigen Beschimpfungen und Vorwürfe getrübt ist.

Deshalb ist es ganz wichtig, deinem Kind wieder das Gefühl zu geben, wie wertvoll, wundervoll, einzigartig und liebenswert es ist– schließlich dachtest du das doch von deinem Kind, als du es als ganz kleinen duftenden und hilflosen Säugling in den Armen gehalten hast. Damals hattest du noch keine bewussten Erwartungen an dein Kind – nur Hoffnungen und Wünsche.

Wir als Eltern sollten uns bewusst machen, dass die Schule nur einen einzigen Aspekt im Leben unseres Kindes abbildet. Doch genau über diesen Bereich definieren sich viele Kinder irgendwann fast ausschließlich. Das finde ich furchtbar traurig. All das andere, was noch in unseren Kindern steckt, rückt in dem ganzen Schulfiasko völlig in den Hintergrund.

Leicht passiert es dann, dass unser Kind aufgrund des angekratzten Selbstwertes anfällig für Dinge wie Unzufriedenheit über das eigene Aussehen, die falschen Freunde, Selbstzweifel, Weltschmerz und anderes wird.

Die Veränderung muss auf mehreren Ebenen stattfinden

Im oben genannten Beispiel der Mutter und ihres Sohnes waren auf mehreren Ebenen Veränderungen notwendig.

Aufgrund der lange schon ausbleibenden Erfolgserlebnisse hatte der Junge unter seinem geringen Selbstwertgefühl zu leiden.

Zum einen traute er sich selbst nichts (mehr) zu und zum anderen verglich er sich mit seinen Klassenkameraden und fühlte sich ihnen gegenüber unterlegen und als viel schlechter. Das wiederum versuchte er während des Unterrichts durch Quatschmachen auszugleichen. Er dachte, dass er an Beliebtheit dazu gewinnen würde, je öfter er die anderen Kinder zum Lachen brachte. Dass dadurch das Klassenklima litt, weil die Lehrer zunehmend genervt waren und dies sich negativ auf den Umgang mit der ganzen Klasse auswirkte, war ihm nicht bewusst.

Im Gespräch mit ihm fanden wir einige blockierende Glaubenssätze. Einer davon lautete „egal, was ich mache, es wird ja doch nichts“. Wenn jemand an die Wahrheit eines solchen Satzes glaubt (=Glaubenssatz), ist es für Außenstehende völlig klar, dass dies nicht der Wahrheit entspricht und dieser Satz keine Allgemeingültigkeit aufweist. Die Menschen, die Glaubenssätze in sich tragen, sehen das jedoch ganz anders. Deshalb ist es wichtig, sich von diesen Sätzen zu befreien. Im Coaching haben wir noch zwei andere behindernde Glaubenssätze gefunden und wir konnten alle drei erfolgreich auflösen.

Selbständig Hausaufgaben machen: Dein Kind braucht ein realistisches Ziel

Es wichtig für den Jungen, ein eigenes Ziel für sich zu finden. Das muss kein so großes Ziel sein wie „ich möchte mein Abitur schaffen“, sondern sollte viel eher ein realistisches und erreichbares Ziel sein wie zum Beispiel „ich möchte selbständig meine Hausaufgaben erledigen“ oder „ich möchte mich in Englisch verbessern“. Ungeeignet wäre die Zielformulierung „ich möchte am Ende des Schuljahres eine zwei“ (erst recht, wenn der jetzige Leistungsstand auf einer 5 ist). Das sind alles die inneren Faktoren, von denen ich in meinem Blogbeitrag 4 Motivationstipps: „Jetzt will doch mal!“ – Ich zeige dir, wie leicht es ist spreche.

Um all dies dann auch tatsächlich umsetzen zu können, brauchte der Junge praktische Hilfen, die ihm einen leichten Lerneinstieg ermöglichten. Für die Mutter war es wichtig loszulassen. Das ist manchmal leichter gesagt als getan. Gewohnheiten geben Sicherheit.

In einer gemeinsamen Sitzung konnten sich Mutter und Sohn über ihre Bedürfnisse austauschen. Das gab beiden Sicherheit, weil sie nicht das Gefühl hatten, den anderen „in die Leere“ zu entlassen. Ihr Sohn wünschte sich Selbstbestimmung und Verantwortung, wohingegen die Mutter aus dem Bedürfnis der Sicherheit und Liebe gehandelt hatte. Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Wogen glätten, wenn beide die gute Absicht des anderen wahrnehmen und anerkennen.

Beide wollten sich die Erfüllung ihrer Bedürfnisse zugestehen und wir konnten ein gutes Konzept erarbeiten, auf das sich Mutter und Sohn einlassen konnten. Schließlich wollten ja beide unbedingt eine Veränderung.

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Fazit: Bei den Hausaufgaben helfen oder nicht? Was du konkret umsetzen kannst

Aus meinen Erfahrungen empfehle ich dir, deinem Kind in Schulangelegenheiten wirklich nur so wenig wie möglich unter die Arme zu greifen. Also solltest du ihm ständig bei den Hausaufgaben helfen oder beim Lernen unterstützen. Zu hoch ist das Risiko, dass ihr in einer negativen Spirale landet, die alle oben genannten Gefahren mit sich bringen kann.

Du hilfst deinem Kind längerfristig viel mehr, wenn du es zum eigenständigen Lernen motivierst und anleitest. Dadurch tust du viel mehr, um dein Kind vor Schulfrust zu bewahren.

Selbstverständlich ist jedes Kind anders und es gibt Kinder, die tatsächlich Unterstützung brauchen, weil sie ernst zu nehmende Lernschwierigkeiten haben von denen auszugehen ist, dass sie nicht von alleine verschwinden.

Auch sollte klar sein, dass es nicht für alle Kinder nur DIE EINE Lerntherapie gibt. Es ist nicht leicht, in der Fülle der Angebote die passende Methode für dich und dein Kind zu finden. Wenn du dich diesbezüglich weiter informieren möchtest und noch nie von „Reflexintegration“ gehört hast, lege ich dir meinen Blogbeitrag zu diesem Thema sehr ans Herz.

Ich wünsche dir und deinem Kind eine entspannte, fröhliche und durchaus auch Freude bringende Schulzeit, an die ihr euch mit mindestens neutralen Gefühlen zurück erinnern könnt!

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Ich bin Silke Krämer.

Kinder- und Jugendcoach Professional, NLP Master und Coach, EMDR Traumatherapeutin und Gymnasiallehrerin

Ich helfe Familien, wenn es Schulstress gibt und daheim die Fetzen fliegen. Außerdem unterstützte ich Mütter und Väter dabei, sich den Herausforderungen des Familienlebens selbstbewusst zu stellen.

Als Trainerin für Reflexintegration helfe ich deinem Kind, damit ihm die Schule bei Konzentrations­schwächen, Lern- und motorischen Problemen leichter fällt.

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7 einfache Ernährungstipps für eine bessere Konzentration und weniger Stress

7 einfache Ernährungstipps für eine bessere Konzentration und weniger Stress

Lesen und Schreiben

03-2020

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Bild von carlos pereyra

In meinem Blogbeitrag zum Thema Ernährung habe ich ein langes Interview mit der Ernährungswissenschaftlerin Sina Silberberger geführt. Hier findest du sieben konkrete Tipps aus dem Interview, wie du im Alltag die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes steigern und den Stresspegel senken kannst. Frei nach meinem Motto „Coaching auf den Punkt“.

Kohlehydrate und Zucker

Zucker ist nicht nur in Süßigkeiten enthalten, sondern er versteckt sich heutzutage in fast allen Fertigprodukten. Nimmt man viele davon zu sich, hat man eine gehörige Portion intus, ohne auch nur eine einzige Süßigkeit gegessen zu haben.

Er ist im Ketchup, in Pizza, in Dosensuppen, im Fruchtjoghurt, in Frühstückscerealien, in der Milchschnitte, im Linseneintopf aus der Dose, in fertigen Salatdressings und vielem mehr versteckt.



Außerdem ist Zucker der Grundbaustein im Getreide und je verarbeiteter ein Produkt ist, umso schneller geht der Zucker ins Blut über und der Blutzuckerspiegel steigt.

Das Problem ist, dass er genauso schnell wieder rapide absinkt und viel zu früh ein neues Hungergefühl entsteht. Süße Teilchen vom Bäcker, helles Brot und Brötchen, Nudeln, Pizza und viele der sogenannten „Kinderlebensmittel“ gehören dazu.

Die Kartoffel enthält zwar auch viele Kohlehydrate, bildet allerdings eine Ausnahme, da die Kohlehydrate anders aufgespalten sind und dadurch den Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigen lässt.

Außerdem haben Kartoffeln viel weniger Kalorien als die gleiche Menge anderer Kohlehydrate, wie z.B. Nudeln. Hinzu kommt, dass die Kartoffel sehr viel Vitamin C, andere Vitamine und Mineralstoffe enthält. So ist der Griff zur Kartoffel auf jeden Fall kein Griff ins Klo!

7 einfache Ernährungstipps für eine bessere Konzentration und weniger Stress 1

Bild von Dmitry Abramov

♥ Silkes-Super-Tippi-Toppi-Tipp 1

Ersetze Weißmehlprodukte durch Vollkorn. Wenn du auf eine Krankmeldung hinarbeitest, dann iß so viele süße Teilchen vom Bäcker und Fertigprodukte wie möglich, weil sie den Stress in deinem Körper fördern.

Schau auf das Kleingedruckte, wie viel Zucker in einem Lebensmittel enthalten ist!

  • Zucker versteckt sich in vielen Fertigprodukten
  • Vollkornprodukte sind jeden Cent wert
  • verzichte auf süße Weißmehlteilchen vom Bäcker – sie machen dich schlapp
  • Kartoffeln sind super!

Und nochmal Zucker!

Zucker wird über das Blut zu den Muskeln transportiert, um dort die Energie bereit zu stellen.
 Steht mehr Energie im Körper bereit als verbraucht werden kann, zirkuliert der Zucker weiter im Blutkreislauf. Der Körper WILL diese Energie verbrauchen.

Kann der Körper die Energie nicht in Bewegung umsetzen, bzw. verbrauchen, kann dein Kind nicht anders, als hibbelig zu werden. Da hilft auch keine Ermahnung „jetzt bleib doch mal still sitzen“.

Das Still-Sitzen-Müssen wiederum verursacht Stress bei deinem Kind, was die mangelnde Konzentrationsfähigkeit obendrein verschlimmert.

♥ Silkes-Super-Tippi-Toppi-Tipp 2

Sicherlich wissen alle, dass Obst und Gemüse gesünder als Süßigkeiten und Burger sind. Dennoch fällt es uns schwer, das im Alltag umzusetzen. Oft scheitert es daran, dass es schnell gehen muss oder weil dein Kind sich quer stellt.

Wenn wir erst verstanden haben, WARUM bestimmte Lebensmittel für unseren Körper genauso wichtig sind, wie für unser Auto der regelmäßige Ölwechsel, ausreichend Nutzung und der richtige Kraftstoff, fällt es uns leichter, das tatsächlich umzusetzen.

Deshalb empfehle ich dir übrigens meinen neuen Workshop. Hier lernst du das nötige Hintergrundwissen, sowie praktische Umsetzungsmöglichkeiten. Melde dich noch heute an, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Also, das kannst du schnell umsetzen:

  • Bei Lust auf Süßes ist der Griff nach Obst eine super Lösung
  • stelle im Sichtfeld und in Reichweite für Kinder eine Schale mit gewaschenem Obst und Nüssen auf
  • Zucker ist und bleibt Zucker. Dabei ist es egal, ob es Rohrohrzucker, Biozucker oder Agavendicksaft ist.
  • Die Dosis macht das Gift!

 

7 einfache Ernährungstipps für eine bessere Konzentration und weniger Stress 2

Bild von pencil parker

Das Fett - gut, böse oder beides?

Die Fettsäuren im Fleisch haben entzündungsfördernde Eigenschaften und unterstützen somit die negativen Auswirkungen chronischen Stresses. 
Deshalb sind fette Wurst- und Fleischsorten nicht gut für unsere Gesundheit.


Es gibt inzwischen sehr viele vegetarische Brotaufstriche, die eine gute Alternative zu Wurst und Käse bilden und durch die man Abwechslung aufs Brot zaubern kann. Hier gilt es nur darauf zu achten, palmölfreie Produkte zu kaufen.


Zu den gesunden Fetten gehört die Omega-3-Fettsäure, die die Prozesse in unserem Gehirn positiv beeinflusst. Omega-3-Fettsäuren sind in fettem Seefisch und in Walnüssen enthalten.

Fette, die in die Gruppe der ungesättigten Fette fallen, sind generell zu bevorzugen. Dazu gehören hochwertige kaltgepresstes Rapsöl, Leinöl und Walnussöl.

Vom neuen Trendfood Kokosöl hält man sich besser fern. Es besteht aus überwiegend gesättigten Fettsäuren und kommt von seiner Zusammensetzung dem aus Großmutters Küchen bekannten Schweinefett gleich.

♥ Silkes-Super-Tippi-Toppi-Tipp 3

Generell auf Fette zu verzichten ist Quatsch. Die Mittelmeerküche bietet diesbezüglich ein gutes Vorbild, da sie viele ungesättigte Fettsäuren, wie hochwertig kaltgepresstes Olivenöl verwendet. Dort gibt es viel weniger Herz-Kreislauf Erkrankungen als bei uns.

Doch binde auch andere Öle in deinen Speiseplan mit ein, wie zum Beispiel Raps- Lein- und Walnussöl. Oder: Würdest du in deinen super teuren Ferrari minderwertiges Öl füllen, wenn du doch weißt, dass es dem Motor schadet oder er dadurch langsamer werden könnte?

Hier die wichtigsten Daumenregeln:

  • Abwechslung aufs Brot durch vegetarische Aufstriche
  • fetter Fisch ja, fettes Fleisch nein!
  • kaltgepresste Öle wie Olivenöl, Leinöl, Walnussöl, Rapsöl sind super.
  • mageres rotes Fleisch in homöopathischen Dosen ist prima

Fertigprodukte - Seufz ...

Fertigprodukte sind Lebensmittel, die in hohem Maße haltbar gemacht, bzw. weiter verarbeitet wurden. Je weiter entfernt das Lebensmittel von dem ursprünglichen Inhaltsstoff ist, umso ungesünder wird es und umso mehr künstliche Stoffe wurden zugesetzt und umso weniger der ursprünglich wertvollen Stoffe sind noch enthalten:

Hier ein Beispiel mit der Kartoffel von gesund zu ungesünder:
 Pellkartoffel > Salzkartoffel > Bratkartoffel > fertiger Kartoffelpüree > Pommes > Chips

Tütensuppen, Fertigsoßen zum Anrühren, Tiefkühlpizzen, Dosensuppen, Mikrowellenprodukte und süße Cerealien fallen auch unter die Gruppe der Fertigprodukte.

Allen diesen Produkten wurden viele Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Zucker, Salz und/oder Glutamat (versteckt als Hefeextrakt) zugesetzt.

♥ Silkes-Super-Tippi-Toppi-Tipp 4

Wie heißt es so schön? „Traue keinem außer Mutti!“

Damit das auch weiterhin so bleibt, solltest du deinem Kind nur hochwertige Nahrungsmittel auf den Teller geben, denn schließlich vertraut es dir, dass du nur das Beste für es willst.

Fertigprodukte und Convenience Food sind super praktisch aber ungesund
je natürlicher (je weniger verarbeitet) das Lebensmittel noch ist, umso mehr Nährstoffe sind darin enthalten.

7 einfache Ernährungstipps für eine bessere Konzentration und weniger Stress 3

Bild von David Mark

Proteine / Eiweiß - So viele Quellen

Wenn wir an Eiweiß denken, erscheint vor unserem inneren Auge meist ein saftig gebratenes Steak. Dass viele andere Lebensmittel eine hervorragende Proteinquelle darstellen, wird oft vergessen.

Möchten wir uns jedoch fleischfrei ernähren oder unseren Fleischkonsum deutlich reduzieren, stehen wir vor der Frage, wie wir unseren Proteinhaushalt gut decken können.

Zu den Lebensmitteln, die besonders viel Eiweiß enthalten, gehören Hülsenfrüchte, Fisch, Soja, Milchprodukte, Eier, Nüsse und Kerne sowie Getreide.
Da ich euch im ersten Tipp allerdings erklärt habe, dass es gut ist, nicht jede unserer Mahlzeiten kohlehydratlastig zu gestalten, stellt sich die Frage, wie wir z.B. das Getreide ersetzen können und trotzdem dabei satt werden.

Hülsenfrüchte haben gleich zwei Vorteile: Sie enthalten sehr viel Protein und machen obendrein noch richtig satt. So bieten sie eine super Alternative zu den gängigen Kohlehydraten wie Nudeln, Reis, Brot und Pizza. Probiert doch z.B. mal die rote Linsen Nudeln aus.

Auch Fisch stellt eine gute Eiweißquelle dar. Thunfisch gehört zu den proteinreichsten Fischen, aber auch Barsch, Forelle, Seesaibling und Lachs enthalten viel Eiweiß.

♥ Silkes-Super-Tippi-Toppi-Tipp 5

Kurz und knapp zum Eiweiß, das kannst du ausprobieren:

  • Hülsenfrüchte bieten eine proteinreiche Sättigung
  • ersetze doch mal normale Nudeln durch Linsen-Nudeln
  • Nüsse und Kerne sind ein super schnell zubereiteter Snack: Tüte auf, Nüsse in den Mund!
7 einfache Ernährungstipps für eine bessere Konzentration und weniger Stress 4

Bild von (El Caminante)

Stress: Was macht er mit meinem Kind?

Durch Stress werden die Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol (=Stresshormone) vermehrt ausgeschüttet. Die hohe Ansammlung der Stresshormone im Blut unterdrückt das Immunsystem. Außerdem wird mehr Energie im Körper bereit gestellt, weil wir bereit für eine mögliche Flucht sein müssen.

Das ist evolutionsbedingt so. Ihr erinnert euch bestimmt noch an euren eigenen Biologie Unterricht, wo ihr das Sympathische- und das Parasympathische-System kennen gelernt habt.

Bei Stress bleiben uns drei Möglichkeiten: Wir können flüchten, kämpfen oder uns totstellen. Für die Flucht und die Abwehr muss viel Energie bereit sein.

Wichtig für die Auswirkung von Stress auf das Lernen ist folgende Reaktion: Das Stresshormon Cortison überwindet die Blut-Hirnschranke und wirkt direkt im Hirn negativ auf die Lern- und Gedächtnisleistung, fördert depressive Verstimmungen und kann Ängste fördern. Geistige und emotionale Prozesse werden dadurch gestört.

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Stress ist für unseren Körper so richtig blöd, was sich auch auf unser psychisches Wohlbefinden auswirkt. Ein richtig verhängnisvoller Kreislauf beginnt dadurch.

Also solltest du alles daran setzen, um den Stress zumindest an den Punkten zu minimieren, wo dies leicht möglich ist, wie z.B. an der Ernährung!

Du bist, was du isst!
Wenn du es dir selbst nicht wert bist, auf dich ausreichend Acht zu geben und liebevoll auf dein Wohlbefinden zu achten, kannst du das ja wohl kaum von anderen verlangen. Wertschätzung und Liebe beginnen bei uns selbst.

Also: Versorge dich und deine Familie optimal.

 

7 einfache Ernährungstipps für eine bessere Konzentration und weniger Stress 5

Genügend Schlaf ist Grundlage

Schlafmangel, akuter sowie chronischer Natur, hat weitreichende Folgen für den Alltag. Die Aufmerksamkeitsfähigkeit des Gehirns verschlechtert sich maßgeblich, es lässt sich viel leichter ablenken und speichert Informationen nicht mehr richtig.

Auch führt Schlafmangel dazu, dass ein risikofreudigeres Verhalten an den Tag gelegt wird, Substanzen mit Suchtpotential erscheinen plötzlich attraktiver. Es wird vermehrt zu ungesunden, hochkalorischen Lebensmitteln gegriffen.

Ein weiteres Problem ist, dass die Empathiefähigkeit abnimmt und emotionale Mimiken und Gestiken anderer nicht mehr ausreichend gedeutet werden können. Dies kann darin resultieren, dass soziale Interaktionen leiden.

Besonders die letztgenannten Punkte versetzen den Menschen als „Rudeltier“ in Stress. Stress und Schlafmangel sind zwei Probleme, die sich gegenseitig verstärken und somit zu einem Teufelskreislauf führen können.

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Erinnerst du dich noch daran, wie verpeilt du manchmal durch die Gegend gelaufen bist, als dein Baby noch ganz klein war, weil du chronischen Schlafmangel hattest?

Warum sollte es deinem Schulkind in der Schule also anders gehen, wenn es dauerhaft müde in der Schule sitzt?

Das macht Schlafmangel mit deinem Kind:

  • durch Schlafmangel ist dein Gehirn nicht mehr so leistungsfähig. Das haben Stress und Schlafmangel gemeinsam.
  • Schlafmangel macht uns risikofreudiger. Eine Eigenschaft, die wir uns nicht von unseren pubertierenden Jugendlichen wünschen.
  • das Hungergefühl verstärkt sich
  • die Empathiefähigkeit nimmt ab

Sicherlich wissen wir alle, dass Obst und Gemüse gesünder als Süßigkeiten und Burger sind. Dennoch fällt es uns schwer, das im Alltag umzusetzen. Oft scheitert es daran, dass es schnell gehen muss oder weil dein Kind sich quer stellt.

Doch, wenn wir erst verstanden haben, WARUM bestimmte Lebensmittel für unseren Körper genauso wichtig sind, wie für unser Auto der regelmäßige Ölwechsel, ausreichend Nutzung und der richtige Kraftstoff, fällt es uns leichter, das tatsächlich umzusetzen.

Infos zum Weiterlesen

Hier findest du noch einige interessante Infos zum Thema Ernährung für Kinder und Zuckerkonsum. Hast du noch weitere Lesetipps? Ich freue mich über deinen Tipp auf Facebook.

Foodwatch e.V.: Die zehn zuckrigsten Kindergetränke

Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Infosammlung Ernährung Kinder und Jugendliche

Verbraucherzentrale: Ratgeber Bärenstarke Kinderkost

Ärztezeitung: So viel Zucker pro Tag darf's sein

Ich hoffe, mit meinen sieben Tipps zu Stress und Konzentrationsfähigkeit bei Kindern konnte ich dir ein paar Impulse geben.

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