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Schuldruck: Bin ich in meiner Familie dafür verantwortlich?

Schuldruck: Bin ich in meiner Familie dafür verantwortlich?

Silke Krämer

12-2024

Zugegebenermaßen ist es nicht leicht, sich von dem gesellschaftlichen Druck bezüglich der schulischen Laufbahn deines Kindes zu befreien, doch genau das solltest du deinem Kind zuliebe tun! Oft geht es schon in der dritten Klasse los, dass sich die Kinder gegenseitig aufstacheln und fragen „auf welches Gymnasium gehst du mal?“ So entsteht Schuldruck.

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Bitte, bitte, mach dich vom Schuldruck frei! Nur so kannst du es schaffen, dein Kind diesen Druck gar nicht erst spüren zu lassen. Wenn es für dich selbst ein Thema ist, ob dein Kind die Gymnasialempfehlung bekommt oder nicht, wirst du diese Erwartung kaum vor deinem Kind verbergen können. Bleibe gelassen!

Natürlich wollen wir, dass unsere Kinder das aus sich holen, was in ihnen steckt und sie ihr Potential optimal ausschöpfen.

Das ist ja völlig normal! Es ist aber eben eine feinfühlige Gratwanderung für uns als Eltern und manchmal eine Frage des richtigen Zeitpunkts. Dazu später mehr.

Schuldruck durch Gesellschaft und Schulsystem

Unser deutsches Schulsystem mag durchaus kritisch gesehen werden, vor allem der wirklich sehr anspruchsvolle G8 Gymnasialzug. Doch der große Vorteil unseres Schulsystems besteht in seiner Durchlässigkeit.

Der Weg, der nach der 4. Klasse eingeschlagen wird muss keinesfalls der letzte sein. Viele Kinder können mit dem großen Tempo, das die Schule früh vorgibt, nicht mithalten. Manche sind verspielter, haben vielleicht noch nicht so den organisatorischen Überblick, können noch nicht so lange still halten und haben vielleicht sogar „den Ernst“ der Schule noch gar nicht so richtig verstanden.

Warum soll man diesen Kindern denn nicht einfach mehr Zeit geben, statt ihnen durch Schuldruck schon früh die Lust an der Schule und am Lernen zu verderben? Was erreichen wir mit zu viel Druck? Meist doch nur Gegendruck. Wenn ich dich an deinem Ärmel ziehe, wirst du dagegen ziehen.

Warum müssen wir unsere Kinder alle im gleichen Tempo durch die Schule peitschen?

Und warum müssen alle Akademiker werden? Wer sagt, dass unser Kind nicht vielleicht viel glücklicher mit einer Schreinerlehre oder einer Ausbildung zur Floristin wäre? Wer weiß das schon!?

Weniger Schuldruck? Ein verspielter Junge geht seinen Weg

Als ich Klassenlehrerin einer fünften Klasse war, hatte ich einmal einen ganz lieben und goldigen Schüler. Aus Lehrersicht war er „leider“ noch sehr verspielt und verträumt. Er war jedes Mal der Letzte, weil er hingebungsvoll seine Stifte in sein Mäppchen nach Farben einsortierte, während alle anderen Kinder das Klassenzimmer längst verlassen hatten.

Ich stand in der Türe und wartete auf ihn, weil ich das Klassenzimmer abschließen musste. Vor der Sporthalle stand schon eine andere Klasse, die bereits auf mich wartete und denen ich wieder aufschließen musste.

Mit blieb nichts anderes übrig, als den Jungen etwas anzutreiben.

Diese Art spiegelte sich in anderen Bereichen wieder. Er bekam oftmals nicht mit, welches Buch aus dem Ranzen geholt werden sollte, wurde in Klassenarbeiten nicht fertig oder brauchte länger beim Abschreiben von der Tafel.

Seine Mutter suchte das Gespräch zu mir. Sie wollte von mir wissen, ob ihr Sohn von der Schule überfordert sei? Diese Frage konnte ich nicht eindeutig mit Ja beantworten. Zwar war offensichtlich, dass ihm das organisatorische Tempo zu schaffen machte, doch dass er intellektuell oder fachlich überfordert sei, konnte ich nicht bestätigen.

Ich sagte der Mutter, dass ich es ihrem Sohn durchaus zutrauen würde sein Abitur zu schaffen, doch wäre für mich auch offensichtlich, dass er nicht sehr glücklich hier auf dem Gymnasium sei.

Die Mutter war erleichtert, dass ich das sagte, weil sie über einen Schulwechsel auf die Realschule nachgedacht hatte. Als sie das sagte, war ich der Mutter wiederum dankbar, dass sie das Wohl ihres Sohnes im Blick behielt, anstatt sich dem Schuldruck zu beugen. Der Junge wechselte auf die Realschule.

Viele Jahre später stellte sich heraus, dass seine Schwester bei mir im Sportunterricht war. Natürlich erkundigte ich mich nach ihrem Bruder. Das Mädchen erzählte mir strahlend, dass er letztes Jahr sein Abitur gemacht habe.

Das freute mich wirklich sehr und es bestätigte mich in meiner Ansicht, dass es nicht schadet, in jungen Jahren den Kindern den Schuldruck zu nehmen. Dieser Junge hatte einen anderen Weg eingeschlagen, der ihn auch an sein Ziel gebracht hatte. Für ihn war es der passendere Weg gewesen. Das ist der Vorteil unseres Schulsystems!

Alle wollen doch nur das „Beste“

Natürlich ist es selbstverständlich, dass Eltern nur das Beste für ihr Kind wollen. Die Situation wird umso verfahrener, wenn für uns als Eltern offensichtlich ist, dass sich unsere Kinder „unter ihren Möglichkeiten“ bewegen. Da ist es doch nur normal, dass wir „das Beste aus ihnen rausholen“ wollen. Dabei stellt sich die Frage: Wie gehe ich dabei vor?

Das eine Kind braucht mehr Druck, um in die Puschen zu kommen, bei dem anderen Kind tritt bei Schuldruck das genaue Gegenteil ein und es verfällt in eine Verweigerungshaltung.

Beim dritten Kind ist es vielleicht sogar so, dass es sich gar nichts anmerken lässt und still vor sich hin leidet. Erst, wenn körperliche Symptome dazu kommen, lässt sich nicht mehr verbergen, dass etwas nicht stimmt. Doch was genau ist es, was dein Kind so unglücklich, lustlos, still, zurückhaltend, ängstlich oder unsicher macht?

Wie kann ich Fehler und Schuldruck vermeiden?

Viele Eltern sind durch diese Fragen verunsichert. Ein Patentrezept vermag der beste Elternratgeber nicht zu geben, weil jedes Kind einzigartig und anders ist. Dennoch gibt es feinfühlige Vorgehensweisen, mit denen wir unser Kind auf jeden Fall unterstützen können:

Glaube daran, dass dein Kind seinen Weg finden wird.

Manch einer bevorzugt den direkten und schnellsten Weg ans Ziel, ein anderer verweilt gerne links und rechts des Wegesrandes und geht sogar gerne einen kleinen Umweg, um unterwegs noch mehr erleben zu können.

Zeige deinem Kind, dass es noch viele andere tolle und wichtige Dinge im Leben gibt und nicht alleine die schulischen Leistungen entscheidend sind.

Werte wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Mitgefühl, Toleranz uvm. sollten in unserer Gesellschaft einen mindestens genauso großen Stellenwert einnehmen. Wenn sich dein Kind ausschließlich über seine Leistung in der Schule definiert ist es nicht verwunderlich, dass sein Selbstwertgefühl stark leidet, wenn es in der Schule nicht läuft.

Finde in feinfühligen und ernsthaft aufmerksamen Gesprächen mit deinem Kind heraus, was es selbst möchte.

Wenn ihr an diesem Punkt nicht weiter kommt, weil ihr merkt, dass ihr beide in euren Rollen gefangen seid und die Erwartungen des Gegenüber nicht enttäuschen möchtet, kann euch eine neutrale Person, wie ein Kinder- und Jugendcoach zum Beispiel, dabei helfen. Meistens reichen wirklich schon wenige Coaching Sitzungen dafür aus.

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Ich bin Silke Krämer.

Kinder- und Jugendcoach Professional, NLP Master und Coach, EMDR Traumatherapeutin und Gymnasiallehrerin

Ich helfe Familien, wenn es Schulstress gibt und daheim die Fetzen fliegen. Außerdem unterstützte ich Mütter und Väter dabei, sich den Herausforderungen des Familienlebens selbstbewusst zu stellen.

Als Trainerin für Reflexintegration helfe ich deinem Kind, damit ihm die Schule bei Konzentrations­schwächen, Lern- und motorischen Problemen leichter fällt.

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So lernt unser Gehirn am besten: Der Trick mit allen Sinnen.

So lernt unser Gehirn am besten: Der Trick mit allen Sinnen.

Silke Krämer

09-2024

Möglicherweise hast du dich schon einmal gefragt, warum sich bestimmtes Wissen oder so manche Erlebnisse aus deiner Schulzeit besonders gut in deinem Gehirn verankert haben? Woran das liegt und wie du diesen Mechanismus dazu nutzen kannst, dein Kind optimal beim Lernen zu unterstützen, verrate ich dir in diesem Artikel.

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Bild von Prawny

Wir lernen über Gefühle

Wir alle wissen aus eigener Erfahrung, dass Erinnerungen sehr starke Emotionen in uns hervorrufen können. Diese Gefühle hängen eng mit unseren Sinnen zusammen und so kann ein bestimmtes Bild, ein Geruch oder ein Geschmack uns sofort in lang vergangene Situationen zurückversetzen.

Auch für Erinnerungen aus der Schulzeit gilt das: an Gelerntes können wir uns dann auch Jahrzehnte später noch erinnern, wenn der Inhalt mit einem bestimmten Ereignis in unserem Lieblingsfach oder zum Beispiel einem komischen Merkspruch verknüpft war.

Im Zusammenhang damit möchte ich jetzt über ein ebenso alltägliches wie kompliziertes Thema schreiben: das Lernen. Gerade in der Schulzeit, wenn man als Kind eben nun einmal lernen muss, ist es von großem Vorteil, wenn sowohl Eltern als auch Kinder wissen, wie Lernen am besten funktioniert.

Den Lernstoff ganzheitlich erfahren

Ich persönlich erinnere mich hierfür gerne an ein Beispiel aus meiner eigenen Schulzeit: Ganz genau weiß ich nämlich noch, welche Bilder ich gemalt habe, als unsere Musiklehrerin in der zweiten Klasse die ‚Moldau‘ von Bedrich Smetana abspielte und uns zu der Musik den Inhalt der einzelnen Stücke erzählte. Ich kann mich an die Stromschnellen erinnern, an die Bauernhochzeit, an den ruhigen Bachlauf durch den Wald und daran, wie die Moldau schlussendlich ins Meer fließt.

Dieses Ereignis ist, obwohl es so lange zurück in der Vergangenheit liegt, fest in meinem Kopf verankert – weil ich es mit allen Sinnen erlebt habe.

Und darin liegt auch der Schlüssel zum erfolgreichen Lernen: weil ich mich damals in der Situation komplett wohlgefühlt habe und wusste, dass meine Leistung nicht mit Druck erzeugt werden muss, konnte ich mich voll und ganz auf meinen Lernauftrag konzentrieren und all meine Fähigkeiten ausnutzen.

Genau diese Art und Weise wie ich gelernt habe, hat dafür gesorgt, dass sich der Lernstoff nachhaltig in mein Gehirn geprägt hat. Wenn du deinem Kind (oder natürlich auch dir selber) also ermöglichen möchtest, dass es seine/ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen und so gut wie möglich lernen kann, gibt es einige Tipps, die dabei unterstützen.

Entspannt lernt sich's einfach besser

Generell ist eine entspannte Grundatmosphäre wichtig, um bestes Lernen zu erlauben.

Das gilt einerseits natürlich für die körperliche Umgebung: Schaffe einen gemütlichen Ort, an dem man bequem länger und in Ruhe sitzen kann und wo bei Bedarf zum Beispiel Musik mit Alphawellen läuft.

Und andererseits sollte auch die emotionale Umgebung eine positive Grundeinstellung zum Lernen erlauben: nach einem Streit zu lernen oder im Liebeskummer Konzentration zu finden, ist nahezu unmöglich. Das Gehirn schwirrt in diesen Fällen oft überall herum (nur nicht dort, wo es sein soll) und der Lernstoff wird schnell zu einer weiteren Last.

Nutze alle deine Sinneskanäle zum Lernen

Wenn diese ersten Bedingungen gegeben sind, gibt es noch weitere Tricks die dem Gehirn dabei helfen können, sich Dinge zu merken.

Hier kommen die sogenannten VAKOG-Kanäle ins Spiel: das Gehirn kann man Visuell, Auditiv, Kinästhetisch, Olfaktorisch und Gustatorisch anregen. Hinter diesen ganzen komplizierten Wörtern verstecken sich eigentlich nur unsere fünf Sinne: das Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken.

Wenn wir also unseren Lernstoff nicht nur auswendig lernen, sondern ihn uns wirklich einprägen wollen, dann hilft es enorm wenn andere Sinne mit angesprochen werden.

Damals in der zweiten Klasse, als die Lehrerin uns erlaubte, der Musik und ihren Erzählungen zu zuhören und diese dann in visuelle Bilder weiterzuverarbeiten, haben wir genau dieses Prinzip genutzt – und Jahrzehnte später kann ich mich noch genau an das Gelernte erinnern.

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Bild von Ibrahim Özdemir

Erforsche alle Kanäle zu deinem Lernthema

Es hilft also enorm, den Lernstoff mit allen Sinnen zu erfassen. Im Fach Biologie kann das bedeuten, dass man sich bei der Beschäftigung mit Bienen deren Summen vorstellt und Bilder ansieht, wie sie fleißig ihren Honig in den Waben herstellen.

In Geschichte könnte man sich Szenen im alten Rom ausmalen, wie Cäsar in seiner Toga vor dem Senat Reden schwingt.

Für Englisch könnte man sich in den Cornershop aus dem Englischbuch reinbeamen, bis man die Fish and Chips fast selber schmecken kann.

Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt und all dies hilft dem Gehirn dabei, das Gelernte zu verknüpfen und in der Erinnerung zu behalten.

Leichter Vokabeln und Rechtschreibung lernen

Wenn beim Vokabellernen und anderen sprachlichen Aufgaben wie zum Beispiel Rechtschreibung Schwierigkeiten bestehen, kannst du gemeinsam mit deinem Kind die Augen schließen und ihr könnt euch vorstellen, dass ihr Wörter mit schwierigen Buchstaben in bunten Farben an eine weiße Wand malt oder die schwierigen Stellen farbig absetzt.

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Auch kann es helfen, das schwierige Wort rückwärts in einzelnen Buchstaben abzulesen und sich so mit dem Aufbau des Wortes zu beschäftigen.

Bei Lernwörtern lassen sich tolle Bilder erfinden: das Wort Sammelbiene zum Beispiel, mit seinen zwei ‚M‘ in der Mitte, lässt sich viel einfacher merken, wenn man sich ein Bienchen mit zwei Sammeltaschen für seine Pollen vorstellt, in der es jeweils ein ‚M‘ trägt.

Und Vokabeln bleiben gleich besser im Kopf, wenn sie mit einem gerappten, gesungenen oder geklopften Rhythmus oder anderen Gesten gelernt wurden.

An das jeweilige Alter angepasst können lustige oder merkwürdige Eselsbrücken und Merksprüche auch super funktionieren – ich erinnere mich hier an ein lustiges Beispiel meines badischen Englischlehrers, der in der Grammatikstunde sagte: ‚If und Would, du gehsch kaputt‘, um uns zu verdeutlichen, dass im Englischen auf ein ‚if‘ nicht direkt ein ‚would‘ folgen darf.

Lernen funktioniert also am besten, wenn der Lernstoff mit möglichst vielen Sinnen erfasst wird. Mit einer entspannten Grundstimmung und einer positiven Einstellung lässt sich dann so manche Hürde meistern und schwierige Dinge finden endlich ihren Platz im Kopf!

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Kinder-Alltag: So wird’s entspannter! Sechs Tipps gegen Unruhe.

Kinder-Alltag: So wird’s entspannter! Sechs Tipps gegen Unruhe.

Silke Krämer

08-2024

Unruhe im Kinder-Alltag

Vor Kurzem bin ich Mal wieder in eine Falle getappt, die mir mittlerweile allzu bekannt ist: ich habe zu schnell geurteilt. Als mein Sohn gestresst von der Schule nach Hause kam und den ganzen Nachmittag am Küchentisch rumwackelte und seine Hausaufgaben nicht machen wollte, den Kopf voller Gedanken zu Lehrern, Hausaufgaben und Mitschülern, war mein erster Gedanke "Du bist doch noch ein Kind! So schwer ist dein Leben doch gar nicht!".

Die häufige Reaktion auf Unruhe: Reiß dich zusammen!

… und Sekunden später biss mich natürlich das schlechte Gewissen. Das kennst du sicher auch – eine genervte erste Reaktion auf einen Menschen, dem man eigentlich mit Liebe und Einfühlsamkeit begegnen möchte. Doch anstatt den Gedanken wegzuschieben, habe ich mir dieses Mal erlaubt, seinem Weg zu folgen.

Denn wer redet denn eigentlich über die Verbindung zwischen unruhigen Kindern und Alltagsstress, oder sogar Burnout? Wie oft erlauben wir uns, das Ausmaß dieses Themas anzusehen, ohne wie ich zuerst Mal zu denken ‚stell dich nicht so an‘?

Das Internet und seine Foren und auch Elternabende und andere Besprechungen sind voller Probleme – Kinder sitzen nicht still, können sich nicht konzentrieren, sind lustlos, verbringen zu viel Zeit vor den Bildschirmen und nicht genug Zeit in der Natur, können sich nicht selber beschäftigen. Die Liste geht endlos weiter. Und auf der anderen Seite sind es die unzähligen Entspannungsübungen für Grundschüler, Artikel über Achtsamkeit für Jugendliche und Kinder-Kurse, die Motivation bringen sollen.

Von Stress, Überforderung, Unruhe …

Und plötzlich denke ich mir über meinen Sohn: Du bist doch noch ein Kind! So voll, laut und schwer ist dein Leben schon! Wie viele Stimmen reden dir schon in deinen Alltag rein, sagen dir was wichtig und richtig ist, während du wächst und dich selber findest!

Dieser Beitrag ist also auch für uns Eltern, die diese Erinnerung lesen möchten, so etwas wie ein Liebesbrief an die Ruhe – nicht das graue, suppenartige Gefühl, das sich breit macht, wenn man zu lange vor einem Bildschirm hockt (das können nämlich auch wir Erwachsene gut!), sondern die sonnige Ruhe von Ferien, die so lang sind, dass man manchmal gar nicht weiß, was man mit sich anfangen soll; der Raum, der es einem erlaubt, alles andere zu verarbeiten und Kreativität beheimatet.

Und ich gebe euch auch einige Tipps, wie ihr durch Struktur im Alltag Luft hierfür schaffen könnt. Für euch selbst und eure Kinder!

… zu Struktur, Routine, Freiheit

Sehr viel dieses Raumes kann nämlich tatsächlich gewonnen werden, wenn man Routinen einführt. Das mag sich zuerst gegensätzlich anhören: ein strenger Ablauf soll Freiheit geben? Doch erfolgreiche Leute wie Steve Jobs, der stets das gleiche Outfit trägt, wissen, dass solche Routinen den Kopf für Anderes frei machen und damit Klarheit und Ruhe bringen.

Klar, gerade mit mehreren Kindern wartet das Chaos immer hinter der nächsten Ecke. Hausaufgaben, Fußballtraining, Fernsehzeit und Freunde bieten genug Ablenkung für die Jüngsten und der Haushalt, das ungenutzte Online-Yoga-Abo, Newsletter, Arzttermine und Kaffee mit Bekannten bringen das gleiche für die Erwachsenen.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir unseren Kindern vorleben, wie man eine Priorität setzt und seinen Alltag danach gestaltet.

Kinder-Alltag: Yoga mit Mama

Bewusste Entscheidungen als Unterstützung

Ein Beispiel hierfür könnten Hobbies sein: Um zu vermeiden, dass dein Kind 27 Sachen gleichzeitig beginnt und am Ende überfordert und lustlos alles aufgibt, überlegt euch vorher gemeinsam, ob die Theater-AG oder das Flöten-Spielen wichtiger sind.

Auch Abwechslung ist möglich, zum Beispiel Theater-AG während der Schulzeit und Musik-Camp in den Ferien. Ruhe entsteht hier, weil eine klare Entscheidung bewusst getroffen wurde (und falls dies je nicht die richtige war, auch wieder geändert werden kann).

Und wenn das Gegenteil der Fall ist und dein Kind am Liebsten nur auf dem Sofa abhängen möchte, könntet ihr darüber reden, welche Faktoren am meisten Stress bringen. Für viele introvertierte Kinder sind die langen Schultage mit konstanten Einflüssen nämlich ganz schön anstrengend. Dann noch nach Hause kommen und lernen? Nein, danke!

Das ist wie ein anstrengender Arbeitstag und eine überschwemmte Toilette, die abends geputzt werden muss – und das 5 Tage die Woche… hier hilft es Grenzen zu setzen, durch die dein Kind sich unterstützt fühlt. Zum Beispiel: sonntags dürfen gar keine Hausaufgaben gemacht werden. Oder, nach der Schule entspannst du dich erst einmal, falls du zu müde vom Schultag bist, bevor du anfängst zu lernen.

Auch dies hört sich zuerst nach mehr Zeitdruck und mehr Regeln an, doch das Wissen, dass ein konkreter Zeitraum frei vom größten Stressfaktor ist, kann ungemein Erleichterung bringen.

Und im Hintergrund hilft es für uns Eltern, wenn wir uns mal ehrlich fragen, wann es wichtiger für ein Kind ist, dass es glücklich und außer Puste vom Spielen an der frischen Luft an den Tisch zum Abendessen sinkt, oder dass alle Hausaufgaben fein säuberlich erledigt in der Tasche stecken?

Ruhe im Kinder-Alltag: meine Tipps

Ihr merkt also: wenn es zum Thema Entspannung und Ruhe bei Kindern kommt, muss man das Pferd oft von hinten aufzäumen und experimentierfreudig sein.

Überlege du dir, welche Werte für dich wichtig sind, damit du nicht aus Versehen (unterbewusst! Das passiert uns allen!) verlangst, dass dein Kind alles gleichzeitig hinkriegt.

Manchmal können eben nur die Hausaufgaben oder der Sport Platz finden und es hilft, wenn du weißt, was deine Priorität wäre – auch wenn die Kinder natürlich ihren eigenen Kopf haben 😉 - wenn das so ist, dann solltet ihr auf jeden Fall in den Dialog gehen und darüber sprechen. Streit entsteht am häufigsten durch unausgesprochene, nicht in Erfüllung gegangene Erwartungen.

Findet gemeinsam heraus, was Stress bringt und wie dieser Stress momentan bewältigt wird (beispielsweise endloses Fernsehen oder Computerspielen). Sucht gemeinsam nach einer Lösung, die wirklich Entspannung bringt und nicht nur den Stress übertüncht.

Schaut dann, was das Ziel ist und wie ihr Routinen und Sturktur anwenden könnte, um Freiheit und Ruhe zurück in den hektischen Alltag zu bringen.

Wenn dein Kind nachmittags am liebsten nur auf dem Sofa rumgammelt, dann animiere es, gemeinsam mit dir raus zu gehen: Badminton im Park, ein Spaziergang, gemeinsam auf den Spielplatz, eine Runde Fußball, Fahrrad fahren, Inliner fahren, ...

Ich bin mir sicher, dass eure Beziehung von gemeinsamen, Entspannung bringenden Zeitfenstern im hektischen Alltag profitieren wird. Auch das könntet ihr ritualisieren. Und wenn es eben nicht jeden Tag klappt, dann vielleicht so: An den Tagen xy gehen wir gemeinsam nach dem Mittagessen spazieren.

Wählt Freizeitaktivitäten sinnvoll aus. Viel bringt nicht automatisch mehr, zumal jedes Kind anders ist. Während das eine Kind Stress beim Sport abbaut, braucht ein anderes Kind viel mehr Zeit für sich allein in Ruhe, um die Erlebnisse des Schultages zu verarbeiten.

Nimm deinem Kind Druck, indem du mit ihm gemeinsam priorisierst und dabei aufzeigst, dass nicht nur die Erfüllung der Pflichten wichtig ist, sondern dass eine bewusste und sinnvolle Erholung durch eine Mischung aus Ruhe und Bewegung genauso wichtig ist.

Lebe deinen Kindern vor, was du dir von ihnen wünscht. Du kennst bestimmt das Gefühl: Du kommst in einen Raum und ohne, dass ein Wort gesprochen wurde, weißt du sofort, dass dort „dicke Luft“ herrscht.

Die Stimmung liegt förmlich in der Luft. So ist es auch in Familien. Wenn ein Familienmitglied gestresst ist, strömt diese Energie auf alle anderen über. Kinder haben besonders feine Antennen für solche Schwingungen.

Also: tief durchatmen, neugierig Reaktionen hinterfragen und so mehr Ruhe und Entspannung in den Alltag bringen!

In diesem Sinne werde ich euch und meinen Kindern jetzt ein gutes Vorbild sein, meinen Laptop zuklappen und mein Handy in die Handy-Garage parken. Jetzt ist Familienzeit!

 

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Ich bin Silke Krämer.

Kinder- und Jugendcoach Professional, NLP Master und Coach, EMDR Traumatherapeutin und Gymnasiallehrerin

Ich helfe Familien, wenn es Schulstress gibt und daheim die Fetzen fliegen. Außerdem unterstützte ich Mütter und Väter dabei, sich den Herausforderungen des Familienlebens selbstbewusst zu stellen.

Als Trainerin für Reflexintegration helfe ich deinem Kind, damit ihm die Schule bei Konzentrations­schwächen, Lern- und motorischen Problemen leichter fällt.

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22 Antworten zur Reflexintegration und frühkindlichen Reflexen – verständlich erklärt

22 Antworten zur Reflexintegration und frühkindlichen Reflexen – verständlich erklärt

Silke Krämer

08-2024

Suchst du Rat in Bezug auf Reflexintegration, frühkindliche Reflexe und deren Zusammenhang mit Schulproblemen, Lernproblemen oder ADHS Symptomen bei deinem Kind? Dann bist du hier richtig: In diesem Artikel habe ich auf verständliche Weise die häufigsten Fragen zusammengestellt, die mir immer wieder in meiner langjährigen Praxis begegnen.

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Grundlegende Begriffe zu den frühkindlichen Reflexen

Bevor wir mit den tiefer gehenden Fragen zu frühkindlichen Reflexen und Reflexintegration loslegen, sollten wir ein paar grundlegende Begriffe klären, Ich möchte damit sicherstellen, dass wir beide das gleiche Verständnis entwickeln. Also - los geht's:

Was ist ein Reflex?

Wir nutzen hier die Definition von Sally Goddard-Blythe, der Mitbegründerin der Forschung zur Reflexintegration bzw. zu frühkindlichen Reflexen und ihrem Zusammenhang mit Lern- und Entwicklungsproblemen bei Kindern: Ein Reflex ist eine unwillkürliche Reaktion auf einen Reiz und den gesamten physiologischen Prozess, der ihn aktiviert. Siehe auch: Sally Goddard-Blythe. „Greifen und begreifen“. VAK Verlag.

Was sind frühkindliche Reflexe?

Frühkindliche Reflexe sind automatisierte Bewegungsabläufe, die ohne Beteiligung der Großhirnrinde (= Cortex) ablaufen. Ein Säugling ist während der ersten Lebensmonate noch nicht selbständig überlebensfähig, weil das Gehirn noch nicht entsprechend entwickelt ist.

Wozu gibt es frühkindliche Reflexe?

Sie sichern das Überleben des unselbständigen Säuglings, der seine Bewegungen und Aktionen noch nicht willentlich selbst initiieren und steuern kann. Überwiegend sorgen die frühkindlichen/primitiven Reflexe für die Nahrungssuche, Nahrungsaufnahme und den Selbstschutz.

Frühkindliche Reflexe sind ein essentieller Bestandteil für eine ausbalancierte Entwicklung. Auch das Gehör mit dem Gleichgewichtssinn, die visuelle Wahrnehmung, Sprache, Koordination und Motorik entwickeln sich mit Hilfe der frühkindlichen Reflexe.

Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass alle Säuglinge die gleichen Bewegungsmuster ausführen. Das ist den Reflexen und der Entwicklung des Gehirns geschuldet. Das Gehirn ist zum Zeitpunkt der Geburt noch nicht ausreichend vernetzt, um die Bewegungen willentlich zu steuern. Die Fähigkeit dazu entwickelt sich erst nach und nach. Dabei helfen die frühkindlichen Reflexe.

Nach der Geburt kann das Baby schreien, um auf sich aufmerksam zu machen, weiß aber noch nicht, wie es das Problem, welches das Unwohlsein auslöst, selbst lösen kann. Bei Durst kann es bis zu einem gewissen Alter noch nicht selbständig nach der Flasche greifen - selbst dann nicht, wenn sie direkt vor ihm steht. Es kann die logische Schlussfolgerung - Flasche bedeutet, den Durst stillen zu können - noch nicht herstellen.

Ohne, dass wir es unserem Säugling beigebracht haben, schluckt er automatisch die Nahrung, die seinen Mund im Inneren berührt. Genauso selbständig umklammert er feste unseren Finger mit der Faust, wenn wir die Innenfläche seiner Hand berühren. Streichen wir sanft über seine Wange, dreht er sofort den Kopf in diese Richtung. Das sind alles Reflexe und der Säugling denkt über diese Bewegungsreaktionen nicht nach.

Nach und nach erweitert das Baby sein Bewegungsrepertoire - alles mit Hilfe von Reflexen. Frühkindliche Reflexe sind super!

Kostenloser Onlinecheck Reflex­integration

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Ob frühkindliche Reflexe der Ursprung deiner Sorgen sein könnten, kannst du hier herausfinden.

Du erhältst unmittelbar eine individuelle Auswertung für dein Kind. Der Fragebogen prüft eine Vielzahl von erforschten Symptomen ab, die auf die Aktivität von frühkindlichen Reflexen hindeuten können. Der Check umfasst 105 Fragen in elf Bereichen rund um die Entwicklung deines Kindes.

Du erfährst, wie viele Indikatoren auf aktive Reflexe bei deinem Kind hindeuten und welche frühkindlichen Reflexe möglicherweise noch aktiv sind. Auf Wunsch sende ich dir die Auswertung sofort per E-Mail zu.

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Die frühkindlichen Reflexe im Verlauf der menschlichen Entwicklung

Dieser Abschnitt gibt dir einen Überblick über die Entstehung der frühkindlichen Reflexe und mögliche Störfaktoren bei deren Hemmung. Außerdem erfährst du, warum und wie die frühkindlichen Reflexe wieder Verschwinden.

Wann treten die frühkindlichen Reflexe auf?

Einige Reflexe, so wie der Saugreflex und der Moro Reflex entstehen bereits intrauterin, also noch im Bauch der Mutter. Andere wiederum können sich dann erst richtig entwickeln, wenn ein Reflex der vorherigen Entwicklungsstufe ausreichend lange aktiv war – bis die entsprechende Reifung im Gehirn stattgefunden hat – und dann verschwunden ist, sich also integriert hat (oder anders ausgedrückt vom Gehirn unterdrückt wurde). Das passiert nur, wenn es keine Störungen in der Entwicklung gibt.

Was ist an den frühkindlichen Reflexen bzw. primitiven Reflexen so besonders?

Zunächst einmal finde ich es wahnsinnig spannend und faszinierend, wie die Natur durch diesen Kunstgriff dafür sorgt, dass Säuglinge trotz ihres noch völlig unterentwickelten Gehirns überlebensfähig sind. Genau genommen kommen Menschenkinder nämlich viel zu früh auf die Welt! Die frühkindlichen / primitiven Reflexe sichern also das Überleben des Säuglings.Ein zweiter spannender Punkt ist, dass am Reflexstatus eines Säuglings der Konzeptionstermin bestimmt werden kann. In jeder Entwicklungsstufe – abhängig vom Konzeptionstermin – verfügt der Säugling oder Embryo über ein bestimmtes Reflexvorkommen.

Sind die frühkindlichen Reflexe alle bei der Geburt vorhanden?

Die Reflexe sind alle in uns angelegt, doch noch nicht gleichzeitig bei der Geburt alle aktiv. Ist ein Kind zu früh geboren, ist der Saugreflex meist noch nicht ausreichend entwickelt, sodass der Säugling bis ungefähr zur 34/36. Schwangerschaftswoche zusätzlich per Sonde ernährt werden muss.

Wie und wann verschwindet ein frühkindlicher Reflex?

Ganz einfach gesagt verschwindet der Reflex dann, wenn er nicht mehr gebraucht wird. Das ist dann der Fall, wenn das Gehirn sich so weit entwickelt hat, dass es die unwillkürliche, also reflektorische Handlung willkürlich vollziehen kann.

Der Säugling saugt dann nicht mehr an allem, was seine Lippen berührt und schluckt auch nicht mehr alles automatisch, was in seinen Mund gelangt. Ebenso hält er nicht mehr alles fest, was seine Handinnenfläche berührt – das wäre ja auch ziemlich unpraktisch im späteren Leben, wenn wir nicht nur Händchen mit unserem oder unserer Auserwählten halten würden, sondern mit jedem 😉 ...

Mit fortschreitender Entwicklung des Gehirns verschwinden diese Reflexe also nach und nach. Sie werden durch die Frontallappen „unterdrückt“. Treten bestimmte frühkindliche Reflexe im Erwachsenenalter wieder auf, obwohl sie schon verschwunden waren, kann das auf Störungen dieser Hirnregion hinweisen (wie zum Beispiel bei der Fronto-Temporalen-Demenz – Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.)

Gibt es auch andere Reflexe, die bleiben?

Ja, es gibt eine Vielzahl von Reflexen. Man unterscheidet zwischen angeborenen Reflexen, konditionierten Reflexen, Stellreflexen, koordinierten Reflexbewegungen und frühkindlichen oder primitiven Reflexen.

Eigenreflexe sind wichtig für die Körperhaltung und –bewegung, wie zum Beispiel der Patellarsehnenreflex.

Fremdreflexe haben zum Großteil die Aufgabe den Körper zu schützen. Eine umfassende Erläuterung zum Thema Eigen- und Fremdreflexe findest du hier (Deutsche Apothekerzeitung). Allgemeines zu Reflexen kannst du auch auf Wikipedia nachlesen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit ein Reflex verschwinden kann?

Ein Reflex verschwindet, wenn er ausreichend häufig und intensiv stimuliert wurde. Diese Stimulation, die als Reiz wahrgenommen wird, wird entweder über das Gleichgewichtsorgan (Lage-Sinn) oder über die Hautrezeptoren an bestimmte Hirnareale weitergeleitet. Kommt diese Information im Gehirn an, wird der Reflex automatisch ausgelöst.

Ist das oft genug passiert, hat das Gehirn entsprechende Verknüpfungen gebildet – es ist gereift und der Reflex wird dann nicht mehr benötigt, sodass er unterdrückt bzw. integriert wird.

Unter welchen Gegebenheiten integriert sich ein Reflex nicht von alleine?

Entweder der Reflex wurde von vornherein nicht stark genug ausgebildet oder er wurde nicht oft genug stimuliert. Sprich, wurde der Reflex nicht oft genug ausgelöst, konnten sich die entsprechenden Verknüpfungen im Gehirn nicht bilden.

Das Gehirn ist dann nicht reif genug und behält die willkürlichen Handlungen, bzw. Teile von ihnen (= Restmuskelreaktionen) bei. Deshalb sagt man auch, dass die Reflexintegration für eine Nachreifung des Gehirns sorgt.

Wie wird die Entwicklung oder die Integration der frühkindlichen Reflexe behindert?

Puh, die Antwort auf diese Frage fällt etwas länger aus: In jeder Entwicklungsstufe gibt es andere Faktoren, die sich hinderlich auf die Reifung und Hemmung / Integration der frühkindlichen Reflexe auswirken können.

So beeinflussen großer Stress oder Krankheit während der Schwangerschaft bereits die Reflexe, die sich intrauterin (innerhalb der Gebärmutter) entwickeln. Durch großen Stress während der Schwangerschaft erhöht sich die Spannung der Bauchdecke der Mutter. Das nimmt der Embryo wahr und verfällt ebenso in eine Anspannungshaltung. In dieser Anspannung hält er sich fest, bewegt sich im Bauch viel weniger und dadurch verzögert sich die reflektorische Entwicklung, weil schon hier die nötigen Bewegungsreize fehlen.

Ein ganz entscheidender Meilenstein für die Entwicklung des Asymmetrisch Tonischen Nackenreflexes (ATNR) und des Spinalen Galant Reflexes ist der natürliche Geburtsvorgang. Beide Reflexe entwickeln sich intrauterin, haben ihren Höhepunkt bei der Geburt und integrieren sich während der ersten Lebensmonate. Die motorische Stimulation während der Geburt ist entscheidend für die Ausreifung des Asymmetrischen Tonischen Nackenreflexes und des Spinalen Galant Reflexes.

Hat diese Stimulation zum Beispiel durch eine Kaiserschnittgeburt nicht in ausreichendem Maße stattgefunden, ergeben sich daraus weitreichende Folgen: „Wenn sich die frühkindlichen Reflexe während der Schwangerschaft, Geburt oder im ersten Lebensjahr nicht richtig entfalten können und nicht richtig integriert werden, verschwinden sie nicht. Sie haben ihre Aufgabe nicht erfüllt. Dann läuft auch die damit verbundene neuronale Entwicklung nicht optimal ab“. (Siehe auch Beitrag zu Reflexintegration und ADHS von Antonia Wilhelm auf Jameda - dem Ärtze und Patientenportal).

Im weiteren Verlauf der Entwicklung wirkt es sich negativ auf die Reflextätigkeit aus, wenn ein Kind zum Beispiel überwiegend auf dem Rücken liegt oder viel in Babyschalen oder Babywippen liegt. In diesen Gerätschaften ist es dem Baby unmöglich, sich selbständig zu drehen und es kann nur seine Arme und Beine bewegen. Es ist zu stark in seiner freien Bewegungsfähigkeit eingeschränkt.

Das Liegen auf dem Bauch ist für die Entwicklung des Landau Reflexes zum Beispiel sehr wichtig. Aus verschiedenen Gründen kann es sein, dass Kinder die Krabbelphase überspringen. Das wirkt sich auf die Entwicklung des Symmetrisch Tonischen Nackenreflexes und der damit verbundenen Fähigkeiten aus.

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Wichtige frühkindliche Reflexe in Bezug auf Lernschwierigkeiten und Schulprobleme

Hier gebe ich dir einen Überblick über vier wichtige frühkindliche Reflexe, die negative Auswirkungen auf dein Kind haben können. Dies kann sich in Problemen mit der Körperkoordination, Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, mangelnder Impulskontrolle oder ADHS Symptomen äußern.

Wie viele frühkindliche Reflexe gibt es und welche sind wichtig für die Reflexintegration?

Es gibt knapp 20 frühkindliche bzw. primitive Reflexe. Für das Reflexintegrationstraining sind besonders die Reflexe von Bedeutung, die Auswirkungen auf das Lernen und die Motorik haben: Denn hier ist der positive Effekt bei Lernproblemen, Schulproblemen und ADHS Symptomen bei Kindern am größten. Diese Reflexe erkläre ich nachfolgend. Falls du dennoch mehr wissen möchtest: Die Übersicht aller frühkindlichen Reflexe findest du am besten bei Wikipedia.

Der Moro Reflex - wie äußert sich hier die fehlende Reflexintegration?

Besteht der Moro Reflex / die Moro Reaktion fort, hat das Auswirkungen auf das sozial-emotionale Verhalten. Kinder reagieren oft übersensibel, was sich durch Wut- oder schnelle Tränenausbrüche zeigen kann. Eltern beschreiben ihre kognitiv reifen Kinder dann noch als sehr kindisch oder kindlich, was das emotionale Verhalten betrifft.

Solche Kinder reagieren überempfindlich auf Kritik, Streit oder Stress. Je älter ein Mensch mit einem noch bestehenden Moro Reflex ist, umso mehr neigt er zu depressiven oder ängstlichen Verhaltensmustern, verfügt über ein geringes Selbstbewusstsein, mangelnde Kritikfähigkeit. Panikattacken oder Angstneurosen treten vermehrt auf.

Der Tonische Labyrinth Reflex (TLR) - wie äußert sich hier die fehlende Reflexintegration?

Der TLR ist maßgeblich an der Entwicklung des Gleichgewichts, der räumlichen, zeitlichen und visuellen Orientierung und der Körperhaltung beteiligt. Das bedeutet, dass Kinder mit einem noch aktiven Tonischen Labyrinth Reflex über die Maße hypo- oder hyperton sein können (das heißt, entweder ganz schlaff oder eine extreme Muskelspannung haben). Zehenspitzengang, eine schlechte Körperhaltung, eine schlechte Koordination und Balance können auch Anzeichen von Restmuskelreaktionen des Tonischen Labyrinth Reflexes sein.

Diese Kinder tun sich schwer damit, grammatikalische Strukturen zu erkennen, sich selbst zu organisieren und haben ein schlechtes Zeitgefühl.

Der Asymmetrische Tonische Nackenreflex (ATNR) - wie äußert sich hier die fehlende Reflexintegration?

Der Asymmetrische Tonische Nackenreflex ist dafür mitverantwortlich, ob ein Kind Rechts- oder Linkshänder wird bzw. ob sich überhaupt eine eindeutige Händigkeit (Lateralität) ausgebildet hat.

Der Asymmetrische Tonische Nackenreflex wirkt sich auf das Lese- und Schreibvermögen aus, da er die visuelle Wahrnehmung und die Steuerung der feinmotorischen Augenmuskeln beeinflusst.

Kinder mit einem noch aktiven Asymmetrischen Tonischen Nackenreflex können die Linien, auf denen sie schreiben nicht einhalten und es kann sein, dass ihre Schrift mal nach links und dann wieder nach rechts kippt. Häufig üben sie beim Schreiben unnötig viel Druck auf den Stift aus. Diese Kinder haben Schwierigkeiten, die Schreibschrift zu erlernen und häufig Lese- und Rechtschreibprobleme. Des Weiteren fällt es solchen Kindern schwer, die Mittellinie des Körpers zu überkreuzen.

Der Symmetrisch Tonische Nackenreflex (STNR) - wie äußert sich hier die fehlende Reflexintegration?

Der Symmetrisch Tonische Nackenreflex (STNR) schafft die Voraussetzung zum Krabbeln, für die unabhängige Bewegung von Ober- und Unterkörper und die Entwicklung der Akkomodation der Augen (die Einstellung der Augen auf bestimmte Gegenstandsweiten). Das schließt auch die Entwicklung der Auge-Hand-Koordination mit ein.

Betroffenen Kindern fällt es schwer von der Tafel abzuschreiben, denn dabei muss das Kind ständig den Kopf heben und senken. Bei noch vorhandenen Restmuskelreaktionen (einem noch aktiven Reflex) führt jede Kopfbewegung nach oben oder unten zu einer ungewünschten reflexartigen Haltungsveränderung.

Der Schreibende muss diese reflektorische Haltungsveränderung unterdrücken, was einerseits unnötige Energie kostet und andererseits zu Verkrampfungen in den Armen und Händen führt sowie zu dem starkem Aufdrücken beim Schreiben.
Die Praxis zeigt, dass 75% der Kinder mit Lernstörungen noch einen aktiven Symmetrisch Tonischen Nackenreflex haben. (Siehe auch Erläuterungen unter www.rit-reflexintegration.de).

Eltern von Kindern mit einem persistierenden, also noch Restmuskelreaktionen aufweisenden Symmetrisch Tonischen Nackenreflex erkennen das auch daran, dass ihr Kind beim Essen häufig kleckert. Schwimmen kann das Kind zunächst besser unter als über Wasser. Beim Sitzen schlingt es die Beine um die Stuhlbeine, sitzt gerne lieber auf einem oder beiden untergeschlagenen Beinen und schreibt oder malt generell lieber (halb) im Stehen oder Liegen.

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Reflexintegration bei Lernproblemen und ADHS Symptomen - Wissenschaft

Prima - du hast soweit durchgehalten! Fast ist es geschafft. Abschließend findest du noch einige Informationen zu Fragen, die mir oft in ersten Gesprächen mit interessierten Eltern gestellt werden.

Was ist Reflexintegration?
Reflexintegration holt das nach, was während der selbständigen Entwicklung des Kindes nicht stattgefunden hat. Reflexintegration beinhaltet gezielte Bewegungsübungen (Reflexintegration Übungen), die die Reize an das Gehirn senden, die früher im Gehirn nicht ausreichend angekommen sind, weil der Reflex entweder nicht oft genug ausgelöst wurde oder unterentwickelt war.

Dies wiederum sorgt dafür, dass sich die entsprechenden Verknüpfungen entwickeln, die dafür sorgen, dass der Reflex vom Frontallappen unterdrückt wird, bzw. „integriert wird“, also Reflexintegration stattfindet. Weil diese Reize eben so speziell sein müssen, damit genau das Gewünschte erzielt wird, hilft es nicht, einfach nur viel Sport zu machen. Wir müssen speziell entwickelte Reflexintegration Übungen durchführen.

Wo finde ich Informationen zur praktischen Anwendung der Reflexintegration?
Alle praktischen Fragen zur Reflexintegration findest du im zweiten Teil dieses Blogbeitrags. Übrigens: In meinem Blogbeitrag „Reflexintegration in fünf Minuten kinderleicht erklärt“ findest du weitere Informationen zur Reflexintegration. Darin gehe ich mehr darauf ein, wie sich aktive Reflexe im (Schul-)Alltag zeigen und sich auf das Lernen, die Konzentration und schulischen Leistungen deines Kindes auswirken können.
Wie wurden die frühkindliche Reflexe und Reflexintegration in der Wissenschaft untersucht?
Die Forschung zur Reflexintegration bzw. zu frühkindlichen Reflexen und ihrem Zusammenhang mit Lern- und Entwicklungsproblemen bei Kindern hat ihren Ursprung in den 1970er Jahren: 1975 wurde das "Institute for Neuro-Physiological-Psychology" von Dr. Peter Blythe in Chester, England, gegründet. Zusammen mit seiner Frau Sally Goddart-Blythe forschte er intensiv an den Zusammenhängen zwischen Lern- und Entwicklungsproblemen und dem Fortbestehen von Restmuskelbewegungen der frühkindlichen Reflexe. Diese Forschung kann als wissenschaftlicher Ursprung der Reflexintegration betrachtet werden.

Hierauf basierend beschäftigte sich die Wissenschaft mit Reflexintegration und frühkindlichen Reflexen: Autoren wie Vojta, Bobath, die Russinnen Akhmatova und Masgutova, Campbell, Pfeiffer-Meisel sowie Sacher und Michaelis haben in den letzten Jahrzehnten die Auswirkungen von persistierenden frühkindlichen Reflexen beschrieben und die Reflexintegration wissenschaftlich untersucht. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie halten eine zeitgerechte motorische Entwicklung für die Voraussetzung der gesunden Gesamtentwicklung des Kindes. Mehr Quellen und Studien findest du weiter unten in meinen Tipps zum Weiterlesen.

Auf dieser Grundlage entwickelten sich alle weiteren Methoden. Mein Rexi Reflexintegrationstraining vereint wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Bereichen Neurowissenschaft, Physiologie und Bewegungswissenschaft.

Wie kann ich erfahren, ob bei meinem Kind noch frühkindliche Reflexe aktiv sind?
Mache meinen kostenlosen Online Check zur Reflexintegration. Der Online Check umfasst 105 Fragen aus 11 Themenfeldern rund um die Entwicklung deines Kindes. Du beantwortest diese Fragen mit Ja oder Nein. Du erhältst sofort eine detaillierte Auswertung und erfahrst, ob bei deinem Kind möglicherweise noch frühkindliche Reflexe aktiv sind.
Das Ergebnis des Fragebogens kann dir vielleicht endlich einen Lösungsansatz zu deinen Beobachtungen und Fragen im Bezug auf dein Kind liefern auch, wenn ihr schon verschiedene andere Therapieformen wie Logopädie, Ergotherapie oder anderes hinter euch habt.
Mach dir also keine Sorgen, falls der Test als Ergebnis mehrere noch aktive frühkindliche Reflexe zum Vorschein bringt. Denn die wirklich gute Nachricht ist, dass du der Entwicklung deines Kindes auf die Sprünge helfen kannst: „Reflexintegration“ bietet eine zweite Entwicklungschance.
Was bedeutet es, wenn ein frühkindlicher Reflex noch aktiv ist?

Es ist zwar immer wieder von „noch aktiven Reflexen“ die Rede, doch handelt es sich dabei immer um eine Restmuskelreaktion. Denn entweder der Reflex ist nicht ganz unterdrückt / integriert worden, oder er hat sich nicht vollständig entwickeln können.Wäre der Reflex noch vollständig aktiv, ist dies pathologisch und das Kind hätte z.B. bei einem noch aktiven Fußgreifreflex NIE das Laufen lernen können.

Sogenannte Restmuskelreaktionen eines Reflexes äußern sich durch verschiedenste Merkmale, auf die ich in den Fragen zu den wichtigsten frühkindlichen Reflexen in Bezug auf Lernschwierigkeiten und Schulproblemen genauer eingehe.

Ich bitte dich, dir das bewusst zu machen, denn es bedeutet, dass dein Kind für Vieles „gar nichts kann“. Es ist so, als würden wir jemandem sagen, der versucht auf einem Bein zu balancieren: „Mensch, jetzt fall doch nicht dauernd um! Wenn du auf einem Bein stehen möchtest, darfst du das andere nicht auf den Boden bringen, sondern musst es oben halten!“ - Wenn es doch aber nicht geht!

Es geht dabei vor allem darum, dir und deinem Kind Druck zu nehmen und eure Beziehung zu schützen.  Ja, vielleicht tut dein Kind gewisse Dinge nicht, weil es keine Lust dazu hat oder faul ist. Das kannst du herausfinden. Sind bei ihm allerdings noch mehrere frühkindliche Reflexe aktiv, dann könnte auch das sein Verhalten erklären.

Kann man auch nur einzelne Reflexe integrieren?

Sehr viele Reflexe sind miteinander verknüpft. Die Entwicklung eines Reflexes kann die Entwicklung eines anderen beeinflussen. Im Zuge der natürlichen Reifung lösen sich die Reflexe nacheinander ab. An dieser Reihenfolge orientiert sich die nachträgliche Reflexintegration.

So kann zum Beispiel ein aktiver Spinaler Galant Reflex die Entwicklung des Amphibien Reflex verhindern. Ist der Amphibien Reflex nicht entwickelt, führt das in der Regel zu einem aktiven ATNR (Asymmetrisch Tonischen Nacken Reflex) und einem aktiven TLR (Tonischen Labyrinth Reflex).

Ein weiterer enger Zusammenhang besteht zwischen dem TLR und dem STNR (Symmetrisch Tonischen Nackenreflex): Ist der TLR aktiv, verhindert er oft das Krabbeln, weil die Bewegung des Kopfes zum Ausstrecken der Beine führt. Wird das Gehirn jedoch nicht ausreichend durch die motorischen Reize stimuliert, die das Krabbeln auslöst, kann sich im Gegenzug der STNR nicht integrieren und bleibt weiterhin aktiv.

Macht man sich diese komplexen Zusammenhänge bewusst, wird deutlich, dass es wenig Sinn macht, das Reflexintegrationstraining nur mit Hinblick auf einzelne Reflexe durchzuführen.

Wie kann ich erkennen, ob Reflexintegration die richtige Methode für mein Kind ist?

Bestimmte Auffälligkeiten oder ein bestimmtes Verhalten deines Kindes werden dich dazu bewogen haben, ihm helfen zu wollen. Vielleicht gibt es Probleme in der Schule, beim Lernen oder du hast das Gefühl, dein Kind steht sich irgendwie selbst im Weg. Manchmal ist es auch gar nicht richtig greifbar, weil man als Laie nicht weiß, was Hinweise auf noch aktive frühkindliche Reflexe sein könnten.

Vielleicht seid ihr durch die Empfehlung eines Bekannten auf Reflexintegration aufmerksam geworden oder aber ihr habt schon einiges ausprobiert, was euch nicht in ausreichendem Maße weiter geholfen hat.

Wenn das so ist, lege ich dir ans Herz, meinen kostenlosen Online Check Reflexintegration ganz unverbindlich zu klicken und du wirst erfahren, ob frühkindliche Reflexe der Auslöser für eure Probleme sein könnten.

Können logopädische Probleme auch von noch aktiven frühkindlichen Reflexen kommen?
Natürlich gibt es selten einen einzigen Grund für entwicklungsbedingte Abweichungen von der Norm, doch bilden der Tonische Labyrinth Reflex (rückwärts) und der Such- und Saugreflex die Grundlage für eine deutliche Artikulation. Insofern können Reflexintegration Übungen eine undeutliche Sprache verbessern.
Kann die Reflexintegration auch bei Kindern mit körperlicher Behinderung helfen?
Da die Reflexintegration dabei hilft, eine „Nachreifung“ des Gehirns anzuregen, wirkt sie sich auch positiv auf Menschen mit körperlichen Einschränkungen aus. Ebenso wurden auch positive Effekte im Bezug auf Autismus und ADHS beobachtet. Eine meiner Kolleginnen aus dem Norden arbeitet viel mit autistischen Kindern und hat diesbezüglich viel Positives berichtet.
Hilft Reflexintegration auch bei ADHS oder ADS Symptomen?

Es gibt mehrere Studien, die eine Besserung der ADHS oder ADS Symptome durch Reflexintegration belegen. So auch diese:
„Am Bender-Institut fanden Wissenschaftler (O’Dell und Cook, 1996) heraus, dass ein fortbestehender Symmetrischer Tonischer Nackenreflex ein signifikanter Faktor bei Kindern mit ADHS und ADS war. Beide Gruppen machten große Fortschritte nach einem spezifischen Bewegungsprogramm zur Hemmung des STNR.“ (Goddard Blythe, „Greifen und BeGreifen“ 2016, S. 55)

Dennoch ist ADHS oder ADS ein komplexes Krankheitsbild und so fand Prof. Dr. med. Karl Heinz Brisch heraus, dass ein Zusammenhang zwischen Bindungsthemen und AD(H)S besteht. So sagt er, dass fast jedes Kind mit einer AD(H)S Diagnose eine Bindungsstörung zeigt, jedoch nicht jedes Kind mit einer Bindungsstörung automatisch eine AD(H)S Diagnose vorliegen hat.

Eine Bindungsstörung entsteht übrigens nicht ausschließlich, weil Kinder von ihren Eltern vernachlässigt werden. Auch dafür kann es vielfältige Gründe geben und es ist ganz wichtig, mit diesem sensiblen Thema ohne Schuldzuweisungen umzugehen.

Um die Eingangsfrage zu beantworten: Ja, Reflexintegration hilft meistens bei ADHS und ADS Symptomen, doch entsteht eine AD(H)S Erkrankung nicht ausschließlich, WEIL noch frühkindliche Reflexe aktiv sind. Das möchte ich fairer Weise betonen. Da verhält es sich genau so, wie im Zusammenhang mit der Bindungsthematik.

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Ob frühkindliche Reflexe der Ursprung deiner Sorgen sein könnten, kannst du hier herausfinden.

Du erhältst unmittelbar eine individuelle Auswertung für dein Kind. Der Fragebogen prüft eine Vielzahl von erforschten Symptomen ab, die auf die Aktivität von frühkindlichen Reflexen hindeuten können. Der Check umfasst 105 Fragen in elf Bereichen rund um die Entwicklung deines Kindes.

Du erfährst, wie viele Indikatoren auf aktive Reflexe bei deinem Kind hindeuten und welche frühkindlichen Reflexe möglicherweise noch aktiv sind. Auf Wunsch sende ich dir die Auswertung sofort per E-Mail zu.

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Meine Tipps zum Weiterlesen

Suchst du noch mehr Hintergrundinformationen zum Thema frühkindliche Reflexe und Reflexintegration? Hier habe ich eine Literaturliste für dich zusammengestellt. Solltest du im Netz oder in einer Bibliothek auf weitere interessante Veröffentlichungen stoßen, würde ich mich freuen, wenn du sie mit mir teilst. Gerne per E-Mail oder Kommentar zu diesem Artikel!

Buchempfehlungen

Greifen und BeGreifen*
von Sally Goddard Blythe | 2004 (Neuauflage 2024)
Leseprobe (Link zur Verlagsseite)

Neuromotorische Unreife bei Kindern*
von Sally Goddard Blythe | 2016
Leseprobe (Link zur Verlagsseite)

Bewegungen, die heilen*
von Dr. Harald Blomberg | 2015
Leseprobe (Link zur Verlagsseite)

Entdeckungsgeschichte frühkindlicher Reflexe*
Unter Betrachtung der historischen Entwicklung der Reflexlehre
von Claudia Kotter | 2015
Link zur Verlagsseite

Wieder im Gleichgewicht*
von Christine Sieber, Dr. Carsten Queißer | 2019
Leseprobe (Link zur Verlagsseite)

Flügel und Wurzeln*
von Dorothea Beigel | 2003

Watch Me Grow: A Unique, 3-Dimensional Week-by-Week Look at Your Baby's Behavior and Development in the Womb*
von Stuart Campbell | 2004

Beiträge, Interviews und Videos im Netz

Fallbeispiele zu den Auswirkungen frühkindlicher Reflexe in der Kinder- und Jugendpsychatrie
von Dr. med. Ralph Meyers | Link

Frühkindliche Reaktionen: Wie Tonische Labyrinth Reaktion, MORO Reaktion, Fechterstellung, Symmetrisch Tonische Nacken Reaktion die Entwicklung Ihres Kindes beeinflussen
von Deutsche Gesellschaft für neurophysiologische Entwicklung e.V. | Link

Wissenschaftliche Publikationen

Vojta V, Schulz P.: Die Wirkung der Aktivierungssysteme der Reflexfortbewegung auf die gestörte posturale Ontogenese. Sozialpädiatrie. 1989; 11:752–757 4.

Vojta V.: - Die Posturale Ontogenese als Basis der Entwicklungsstörungen. Monatsschrift Kinderheilk. o.J.; 141:639–642 5.

Bobath K.: Spastizität – Ein Problem bei der Behandlung von Patienten mit Läsionen des oberen motorischen Neurons. Vorlesung am Kongress für physikalische Therapie in Amsterdam. In: Pfeiffer H, Drescher M, Hirte M. Homöopathie in der Kinder- und Jugendmedizin. München: Urban und Fischer; 2007

Akhmatova N.K., Goncharova S.M., Masgutova S.K.: Integration of Dynamic and Postural Reflexes into the whole Body Movement System. Moskau, 2000

Sacher R, Michaelis R.: Dynamik und Funktionen angeborener Fremdreflexe., 1. Moro- und Startle-Reflex. München: Hans Marseille Verlag; 2011

Alice Chinello, Valentina Di Gangi, Eloisa Valenza:
„Persistent primary reflexes affect motor acts: Potential implications for autism spectrum disorder“, 2016
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Ich bin Silke Krämer.

Kinder- und Jugendcoach Professional, NLP Master und Coach, EMDR Traumatherapeutin und Gymnasiallehrerin

Ich helfe Familien, wenn es Schulstress gibt und daheim die Fetzen fliegen. Außerdem unterstützte ich Mütter und Väter dabei, sich den Herausforderungen des Familienlebens selbstbewusst zu stellen.

Als Trainerin für Reflexintegration helfe ich deinem Kind, damit ihm die Schule bei Konzentrations­schwächen, Lern- und motorischen Problemen leichter fällt.

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Reflex­integration in 5 Minuten kinderleicht erklärt

Reflex­integration in 5 Minuten kinderleicht erklärt

Silke Krämer

von Silke Krämer | 06-2024

Was ist Reflexintegration? Das erkläre ich dir in diesem Artikel: Stelle dir zu Beginn einmal folgendes Bild vor, vielleicht trifft es ja sogar auf dich zu: Ich sitze zum kreativen Arbeiten oder Lernen nicht gerne am Schreibtisch. Wenn ich von Hand schreiben muss, geht das natürlich nicht so gut im Sitzen auf dem Sofa. Aber ich finde es immer anstrengend, in einer ordentlichen Sitzposition am Tisch zu Schreiben. Und?

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Besser Schreiben durch Reflexintegration: Frühkindliche Reflexe und Schreiben

Wenn du auch zu der Gruppe von Menschen gehörst, denen das Schreiben im Sitzen besonders schwer fällt und du das Gefühl hast, dass sich dein Arm dabei verkrampft, weil du viel lieber im Liegen, Knien oder Stehen schreiben würdest, dich beim Sitzen auf ein untergeschlagenes Bein setzt oder die Beine um die Stuhlbeine wickelst, kann dieser Artikel interessant für dich sein. Es könnte jedoch auch noch andere Dinge geben, bei denen du das Gefühl hast, dass sie den meisten deiner Klassenkameraden leichter fallen als dir. Wenn das so ist, lohnt es sich auf jeden Fall weiter zu lesen.

Ich werde dir gleich etwas über noch aktive frühkindliche Reflexe erzählen. Erschrick nicht – das ist unkomplizierter, als es zunächst klingt. Aktive frühkindliche Reflexe können sich übrigens auch noch anders zeigen, als in deiner Vorliebe für eine unübliche Schreibposition.

Lenken dich Geräusche leicht ab?

Andere Symptome können sein, dass du sehr geräuschempfindlich bist und alles um dich herum genau wahrnimmst. Das lenkt dich in der Schule natürlich oft ab. Vielleicht hast du allgemein das Gefühl, dass du dich nicht so gut konzentrieren kannst, du bist langsamer beim Abschreiben von der Tafel als die meisten Kinder deiner Klasse und du hast Probleme mit der Rechtschreibung und Grammatik.

Hast du vielleicht auch nicht so ein gutes Gleichgewicht, ein schlechtes Zeitgefühl, übersiehst in Arbeiten manchmal Aufgaben und im Nachhinein kommt es dir so vor, als wäre diese Aufgabe während der Klassenarbeit noch gar nicht da gewesen?

„Setz dich ordentlich hin zum Schreiben!“, wirst du immer wieder von Eltern und Lehrern gesagt bekommen.

Dann setzt du dich kurz in die vorgesehene Schreibposition, doch dein Körper möchte viel lieber eine andere Position einnehmen und du musst dich immer wieder bewusst in diese Schreibposition bringen. Das ist anstrengend!

Und ja genau, du hast richtig gelesen: Dein Körper möchte das, weil in deinem Gehirn unbewusste Prozesse ablaufen. In deinem speziellen Fall könnte das an noch aktiven frühkindlichen Reflexen liegen. Keine Angst, einerseits ist das nichts Schlimmes und andererseits kannst du etwas dagegen tun.

Was sind überhaupt frühkindliche Reflexe?

Ich erkläre dir mal, was frühkindliche Reflexe überhaupt sind: Wenn wir als kleiner Säugling auf die Welt kommen, können wir fast nichts „bewusst“ machen. Wir können dann noch nicht sagen „oh, ich habe Durst und dort vorne steht ein Glas Wasser. Das nehme ich mir jetzt mal und stille meinen Durst daran“.

Säuglinge können weder den Zusammenhang Glas-Durst herstellen, noch könnten sie danach greifen, das Glas an den Mund führen und bewusst schlucken.

Bei ihnen läuft alles automatisch ab. Sobald sie etwas im Mund spüren, beginnen sie zu saugen. Probier’s doch mal aus und halte einem Säugling deinen gewaschenen kleinen Finger in den Mund. Du wirst sehen, das Baby beginnt daran zu saugen. Das ist der Saugreflex. Daher kommt übrigens das Wort Säugling.

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Sobald der Säugling dann Flüssigkeit im Mund spürt, schluckt er. Das ist der Schluckreflex. Das läuft alles ganz automatisch ab. Wenn das Baby älter wird, verschwinden diese Reflexe, denn es wäre ja blöd, wenn wir als Erwachsene immer noch an allem rumsaugen würden, was uns im Mund berührt!

Jetzt weißt du auch, warum diese Reflexe „frühkindliche Reflexe“ genannt werden. Sie sind nur in einer frühen Entwicklungsstufe deiner Kindheit da. Irgendwann verschwinden sie, weil wir sie nicht mehr brauchen. Unser Gehirn kann dann die Entscheidungen bewusst treffen.

Vielleicht denkst du jetzt „ich bin aber doch kein Baby mehr!“. Da hast du natürlich recht.

Damit du das alles ganz genau verstehen kannst, müsste ich dir jetzt noch etwas über dein Gehirn erklären. Das würde dann hier aber sehr kompliziert werden. Wenn du es aber doch wissen möchtest, dann schreibe mir einfach eine E-Mail und ich beantworte dir deine Fragen.

 

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Ob frühkindliche Reflexe der Ursprung deiner Sorgen sein könnten, kannst du hier herausfinden.

Du erhältst unmittelbar eine individuelle Auswertung für dein Kind. Der Fragebogen prüft eine Vielzahl von erforschten Symptomen ab, die auf die Aktivität von frühkindlichen Reflexen hindeuten können. Der Check umfasst 105 Fragen in elf Bereichen rund um die Entwicklung deines Kindes.

Du erfährst, wie viele Indikatoren auf aktive Reflexe bei deinem Kind hindeuten und welche frühkindlichen Reflexe möglicherweise noch aktiv sind. Auf Wunsch sende ich dir die Auswertung sofort per E-Mail zu.

 

Was machen die Reflexe mit mir, wenn sie nicht verschwinden?

Die Kurzversion ist also die, dass manche der frühkindlichen Reflexe nicht vollständig verschwinden, obwohl es besser für uns wäre, wenn sie verschwunden wären. Es ist dann nicht mehr so, dass der Reflex noch genauso stark ausgeprägt ist, wie damals, als du noch ein kleines Baby warst.

Deshalb spricht man von einer Restmuskelreaktion des frühkindlichen Reflexes. Das ist auch ein kompliziertes Wort, doch wenn du es auseinander nimmst, dann wird es einfach. Es bedeutet, dass deine Muskeln noch einen Rest von der Bewegung zeigen, die typisch für den Reflex ist. Also eine übrige Bewegung von der Bewegung, die der Reflex mal gemacht hat.

Kennst du den Kniesehnenreflex? Wenn der Arzt mit seinem Reflexhammer unterhalb der Kniescheibe klopft, schnellt der hängende Unterschenkel nach oben:

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Das soll auch so sein, weil dieser Reflex kein frühkindlicher Reflex ist. Er bleibt ein Leben lang aktiv. Jetzt stell dir einfach vor, der Arzt klopft mit dem Reflexhammer unter deine Kniescheibe und der Unterschenkel schnellt nicht mehr hoch, sondern zuckt nur noch so ein bisschen. Das wäre dann die restliche Reaktion der Bewegung, die von dem Reflex noch übrig geblieben wäre. Das Wort „Muskel“ taucht darin auf, weil Muskeln für die Bewegung zuständig sind. Sie sind sozusagen die Diener unseres Gehirns, das eine bestimmte Bewegung in Auftrag gibt. Die Muskeln bewegen dann unsere Gelenke, um zum Beispiel nach dem Glas Wasser zu greifen.

Wenn dein Körper beim Schreiben also nicht in einer bestimmten Position bleiben möchte, dann könnte das daran liegen, dass du noch einen aktiven STNR-, TLR- oder ATNR-Reflex hast. Du musst dann immer wieder bewusst gegen diesen unbewussten Wunsch deines Gehirns ankämpfen, was auf Dauer sehr anstrengend für dich ist. Das kann auch dazu führen, dass du das Gefühl hast, dich schlechter als andere Kinder konzentrieren zu können.

Wenn du einen noch aktiven frühkindlichen STNR Reflex hast (Symmetrisch Tonischer Nackenreflex) kann es sein, dass es dir schwer fällt, in der von Eltern oder Lehrern gewünschten vorgegebenen normalen Sitzposition zu schreiben.

Bei diesem Reflex möchte sich dein Arm strecken, wenn deine Hüfte gebeugt ist. Die Hüfte ist deshalb gebeugt, weil du ja sitzt. Das ist der Knick zwischen deinen Beinen und deinem Oberkörper. Wenn du liegst oder Stehst, ist deine Hüfte gestreckt.

Jetzt ist im Sitzen also deine Hüfte gebeugt und dein Arm möchte sich strecken. Geht das beim Schreiben? Kannst du mit ausgestrecktem Arm schreiben? Ich kann das nicht. Beim Schreiben muss der Arm im Ellenbogen gebeugt sein.

Damit du nun entspannter schreiben kannst und dein Arm nicht so schnell müde wird oder deine Hand verkrampft, sagt dir dein Gehirn unterbewusst, dass es für dich viel besser ist, im Liegen, Stehen oder mit untergeschlagenen Beinen zu schreiben. Und stell dir vor! Viele Erwachsene wissen gar nicht, dass du das gar nicht absichtlich machst, sondern dein Körper dir sagt, was für dich am einfachsten ist. Deshalb sagen dir die Lehrer und vielleicht deine Eltern immer „jetzt setz' dich doch mal ordentlich hin!“.

Es gibt noch viele andere frühkindliche Reflexe, die Auswirkungen auf deinen Körper haben können, wenn sie noch nicht ganz verschwunden sind. Das ist nicht so schlimm, aber du hast vielleicht das Gefühl, dass dir manche Dinge schwerer fallen als anderen Kindern in deiner Klasse. Das ist natürlich blöd.

Man hat sogar herausgefunden, dass Kinder mit Lese- und Rechtschreibproblemen zu 75% noch einen aktiven STNR Reflex haben und alle Kinder mit LRS einen aktiven ATNR Reflex (Asymmetrisch Tonischer Nackenreflex) haben.

Wie dir Übungen zur Reflexintegration mit Rexi helfen können!

Die gute Nachricht ist jedoch, dass du etwas dafür tun kannst, dass auch dir viele Dinge leichter fallen. Und es ist ganz einfach!

Du kannst vorab mit deinen Eltern meinen Online Fragebogen aus: Dies könnt ihr kostenlos auf meiner Webseite machen, ihr erhaltet sofort eine detaillierte Auswertung und könnt sehen, welche Reflexe möglicherweise noch aktiv sind.

Dann geht's an die Übungen: Wir nehmen uns dann nacheinander alle Reflexe vor. Wir machen bestimmte Übungen zusammen bei mir in der Praxis und dann bekommst du noch Übungen für zu Hause. Die kleine Katze Rexi zeigt dir diese Übungen. Ganz wichtig ist, dass du die Übungen regelmäßig machst.

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Nach drei bis vier Wochen, sehen wir uns dann wieder und wir machen neue Übungen. Wenn der Reflex verschwunden ist, knöpfen wir uns den nächsten Reflex vor und Rexi erklärt dir wieder alle Übungen, die du zu Hause machen wirst. Insgesamt brauchen wir einige Monate dafür.

Doch hey, was sind schon ein paar Monate im Vergleich zu einem ganzen Leben?

Von diesen Übungen wirst du nämlich dein ganzes Leben lang profitieren, da du ja nach der Schule auch noch weiter lernen wirst.

Starte mit meinem Online Fragebogen Reflexintegration mit kostenloser Auswertung

Wenn du genau wissen möchtest, ob du noch sogenannte Restmuskelreaktionen frühkindlicher Reflexe hast, kannst du meinen Online Fragebogen kostenlos auf meiner Internetseite ausfüllen. Du erhältst sofort Feedback. Anhand des Fragebogens können wir schon mal sehen, ob das der Grund für deine Herausforderungen sein könnte.

Kostenloser Onlinecheck Reflex­integration

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Ob frühkindliche Reflexe der Ursprung deiner Sorgen sein könnten, kannst du hier herausfinden.

Du erhältst unmittelbar eine individuelle Auswertung für dein Kind. Der Fragebogen prüft eine Vielzahl von erforschten Symptomen ab, die auf die Aktivität von frühkindlichen Reflexen hindeuten können. Der Check umfasst 105 Fragen in elf Bereichen rund um die Entwicklung deines Kindes.

Du erfährst, wie viele Indikatoren auf aktive Reflexe bei deinem Kind hindeuten und welche frühkindlichen Reflexe möglicherweise noch aktiv sind. Auf Wunsch sende ich dir die Auswertung sofort per E-Mail zu.

Hat dir der Artikel gefallen? Ich freue mich, wenn du mir Feedback zu meinen Artikeln gibst. Entweder hier auf der Seite über einen Kommentar, Facebook oder per E-Mail. Auch wenn du noch Fragen hast, kannst du über das Kontaktformular unkompliziert mit mir in Verbindung treten

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Ich bin Silke Krämer.

Kinder- und Jugendcoach Professional, NLP Master und Coach, EMDR Traumatherapeutin und Gymnasiallehrerin

Ich helfe Familien, wenn es Schulstress gibt und daheim die Fetzen fliegen. Außerdem unterstützte ich Mütter und Väter dabei, sich den Herausforderungen des Familienlebens selbstbewusst zu stellen.

Als Trainerin für Reflexintegration helfe ich deinem Kind, damit ihm die Schule bei Konzentrations­schwächen, Lern- und motorischen Problemen leichter fällt.

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