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Besser Streiten – 11 Lösungsstrategien für Konflikte mit Kindern

Besser Streiten – 11 Lösungsstrategien für Konflikte mit Kindern

Jugendliche

05-2020

Richtiges Streiten will gelernt sein, damit die Beziehung nicht darunter leidet. Um Streit und Konflikte in der Familie souverän zu lösen, findest du hier wertvolles Hintergrundwissen und elf konkrete Tipps, die dir helfen Ruhe zu bewahren und bei Streitigkeiten gelassen zu bleiben.

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Bild: Susanne Jutzeler auf Pixabay

„Mama, schrei doch nicht, du bist eine Zicke!“- Streit in der Familie

Neulich war es echt anstrengend! Mein Mann war arbeiten und ich war alleine mit den drei Jungs. Ich hatte mir vorgenommen, „noch schnell“ einen Blogbeitrag über positive Gefühle fertigzustellen und die Zeit saß mir im Nacken.

Daran saß ich also und war voll im positiven Gedanken-Flow.

Doch dann kam das Leben dazwischen und zwar mit voller Wucht!

Auf einen Schlag war erst mal nichts mehr positiv!

Mein Sohn ist komplett ausgerastet!

Eine Bemerkung von mir mit zugegebenermaßen leicht genervtem Unterton reichte aus, um ihn zum Explodieren zu bringen. Er brüllte laut „ja sorryyyyy!“, rannte davon, schlug die Türe hinter sich zu und stapfte nach draußen.

Am allerliebsten hätte ich ihm hinterher gebrüllt: „Du bist sowas von unzuverlässig und faul! Das war ja so klar, dass das nicht klappen würde mit der Käfigreinigung! Wenn das die nächsten Wochen nicht reibungslos klappt, dann kommen deine Wellensittiche halt weg!“ Und ich hätte mich mit diesem Satz völlig im Recht gefühlt.

Ich schaffte es, mich zu beherrschen.

Dennoch nahm die Sache keinen guten Verlauf.

In einem vermeintlich unbeobachteten Moment streckte mir mein Sohn die Zunge raus. Als ich das sah, brüllte ich: „Du kommst jetzt sofort hier her!“ - Er brüllte zurück: „Du verstehst mich ja sowieso nicht!“

Ich spürte meinen Puls schneller werden und meine Gefühle kämpften mit meinen Gedanken.

Ich schrie: „WAS verstehe ich nicht?“

Er: „Lass mich!“

Der Vorwurf, ich würde ihn nicht verstehen, triggerte mich total an! Der Kriegsschauplatz war eröffnet und das Streit-Ping-Pong konnte beginnen. Die Fanfaren hatten zu blasen begonnen ...

familie-streit-konflikt-eskalation

Ich hielt ihn fest, schaute ihn an und forderte ihn auf mir zu erklären, „was“ ich nicht verstünde.

Stille.

Atmen.

Eisige Blicke.

Ruhe bewahren

Mir war klar, dass dies der Schlüsselmoment war, den ich nicht verpatzen durfte. Es war unwichtig, dass ich vorher geschrien hatte, doch in diesem Moment, in dem mir innerlich die Galle hochkochte und meine Hand schon zuckte, musste ich ruhig bleiben. Ich durfte auf keinen Fall etwas Falsches sagen, was später unsere Beziehung dauerhaft belasten würde.

Jedes gesagte Wort kann nicht mehr zurück genommen werden und jede Handlung nicht mehr ungeschehen gemacht werden.

Ich bin dankbar, dass ich seine Handgelenke mit meinen Händen umklammert habe. Diesbezüglich konnte also nichts mehr schief gehen.

Atmen.

10-9-8-7-6-5-4-3-2-1- Deeskalieren.

Erneut forderte ich ihn auf, mir zu sagen, was ich nicht verstünde.

Wieder Stille.

Wir waren uns ganz nah, denn ich hatte mich zu ihm gekniet und hielt ihn fest. Seine stahlblauen Augen schleuderten nur so mit Blitzen nach mir. In seinen Gedanken kamen gerade bestimmt sämtliche Ninja-Kräfte zum Einsatz, die mich verbrennen, zu Eis erstarren lassen oder in Luft auflösen sollten.

Atmen. 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1.

Ich ließ ihn los, drehte mich um und ging.

Pause.

Zwar hatten wir noch keine Lösung gefunden oder gar Frieden geschlossen, dennoch war ich einigermaßen zufrieden mit mir, weil ich nichts gesagt hatte, was ich bereute.

Leider sollte es dieses Mal nicht ganz so leicht weiter gehen.

Als ich hochgehen wollte, wartete die nächste Provokation auf mich.
Auf der Treppe lag dieser Zettel und zeigte die dickere schwarze Schrift:

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Das „sorry“ sagt er immer mit einem sehr langgezogenen -i und einem besonders pubertären und provozierenden Unterton – genauso klang es in meinen Ohren!

Schnappatmung! Erst streckte er mir die Zunge raus und dann sowas! Wie kann der Kerl nur so respektlos sein?! Dieses kleine goldige Baby, das ich vor 10 Jahren in den Armen gehalten hatte, war zum unverschämten Provokateur mutiert!

Ich musste hier raus, um alle Beteiligten vor einer Eruption zu bewahren, die der des Vesuvs gleich gekommen wäre.

Als ich drei Stunden später wieder nach Hause kam, fand ich die korrigierte Version des Zettels vor. Immerhin. Eine persönliche Entschuldigung hätte ich mir gewünscht. Ein reumütiges der-Mama-in-den-Arm-gekrochen-kommen. Egal, ich würde mich auf ihn zu bewegen, denn ich wollte Frieden.

In der Zwischenzeit hatte ich genug Ruhe gehabt, um zu reflektieren, was da eigentlich geschehen war. Vordergründig war der Streit aufgrund des nicht gereinigten Vogelkäfigs nebst ausstehender Zimmerreinigung – entgegen seines Versprechens - entstanden. Doch worum ging es eigentlich wirklich?

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Konflikte mit Kindern lösen

Streitgespräche tragen nie konstruktiv zur Klärung bei. Jeder versucht, seinen eigenen unguten Emotionen Luft zu verschaffen, indem er dem anderen die Schuld in die Schuhe schiebt.

Doch manchmal tut es einfach gut Dampf abzulassen.

Für einen kurzen Moment genoss ich es, meinen angestauten Frust rauszubrüllen. Schreien stärkt ja bekanntlich die Lungen und ich bin mit meinem Ausdauersportprogramm eh hinterher!

Manchmal frage ich mich, wie das die ganzen gewaltfreien Kommunikationsexperten hinkriegen. Schreien die wirklich nie? Ich schreie manchmal. Selten und nicht gerne, aber ich finde, es gehört auch irgendwie dazu. Und obwohl Schreien keine Lösung bringt, ist es trotzdem ein probates Mittel, unseren Kindern zu zeigen, dass Gefühle dazu gehören und jeder an sich arbeiten muss, adäquat damit umzugehen. Außerdem müssen die negativen Gefühle doch irgendwo hin!

Diese Meinung vertreten übrigens viele Psychologen der „neuen Schule“. Sie bewerten Streit als normalen und wichtigen Teil des Alltags. Schließlich müssen nicht nur Eltern und Kinder, sondern auch Mitschüler, Nachbarn, Kollegen und Partner Konflikte austragen. So zu tun, als gäbe es keine Konflikte, indem wir sie unterdrücken, ist auf Dauer nicht gesund.
In jedem menschlichen Miteinander muss es möglich sein, dem anderen zu signalisieren, wenn man gekränkt ist – es sollte nur nicht auf verletzende Art und Weise sein.

Besser Streiten - 11 Lösungsstrategien für Konflikte mit Kindern 1

Bild: PublicDomainPictures auf Pixabay

Trotzdem: Gutes Streiten will gelernt sein

Das eine Lager der Streitexperten vertritt die „gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall Rosenberg. Bei dieser Kommunikationsmethode werden Ich-Botschaften auf der Sachebene gesendet. Hier wird nicht geschrien.

Das klingt in der Theorie sehr gut, denn statt des Satzes: „Oh Mann, es war ja so klar, dass du den Vogelkäfig nicht regelmäßig sauber machen würdest, so faul wie du bist!“ würde der gewaltfreie Kommunikationsexperte sagen: „Es kränkt mich, dass du unsere Abmachung nicht einhältst.“ – und das in einem ganz ruhigen und sachlichen Tonfall.

Das andere Lager, nämlich die Verfechter des autoritären Erziehungsstils, würden hingegen sagen: „Jawohl, richtig so! Der Kerl hat sich nicht an die Abmachung gehalten und dann muss er die Konsequenzen zu spüren bekommen. Geht ja nicht, dass uns unsere Kinder auf der Nase rumtanzen, wo kommen wir denn da hin!“

Ich favorisiere den Mittelweg. Nicht, weil er keine Farbe bekennt, sondern, weil er nicht idealisiert und nicht dogmatisch ist, sondern bedürfnisorientiert - bedürfnisorientiert nicht nur im Hinblick auf den Empfänger (also der, der nicht angeschrien werden soll), sondern auch auf den Sender (der auch mal Dampf ablassen dürfen muss!).

Das heißt also, dass es OK ist zu schreien? Die Antwort ist ein klares „Njain“.

Wie schlimm ist es, sein Kind anzuschreien?

Schreien, die mit Beleidigungen und Beschimpfungen einhergehen bedeuten psychische Schläge für das Kind. Das hatten amerikanische Forscher der University of Pittsburgh in einer Studie untersucht. Wenn Kinder immer wieder von ihren Eltern angebrüllt, herabgesetzt oder beleidigt werden, ist das emotionaler Missbrauch. Sie verhalten sich auffällig und neigen im späteren Leben häufig zu Depressionen und diversen anderen psychischen Problemen. Es können ähnliche Schäden zurück bleiben wie bei körperlichem Missbrauch.

Häufig entsteht aus diesem Verhalten ein Teufelskreis. Ungewünschtes Verhalten von Kindern verleitet manche Eltern dazu, hart verbal zu strafen. Aber diese Disziplinierung kann Heranwachsende dazu bringen, dieselben problematischen Verhaltensweisen zu übernehmen.

Dennoch sind wir keine schlechten Eltern, wenn wir mal brüllen. Ob das Schreien Schaden anrichtet, liegt nicht so sehr daran, dass wir schreien, sondern was wir schreien (und natürlich macht die Dosis das Gift).

Um nicht bei jedem Unmut loszubrüllen und überemotional zu reagieren, muss das Gehirn trainiert werden, wenn es sich gerade wohl fühlt. Nur dann ist es bereit zu lernen. In diesem Zustand müssen wir trainieren, damit wir im Ernstfall ruhig bleiben können.

Warum das so wichtig ist, erklärt sich, wenn wir uns anschauen, wie unser Gehirn bei Stress reagiert.

So funktioniert unser Gehirn unter Stress

In hoch emotionalen Situationen werden wir kopflos. Das ist von der Natur so gewollt. Wenn wir dem großen Schwarzbär im Wald begegnen, macht es keinen Sinn, erst lange darüber zu sinnieren, ob der Bär wohl schon gegessen hat oder gerade Kohldampf hat, ob dieser dunklere Bär möglicherweise kuscheliger ist als der etwas hellere Bär oder was auch immer.
Während dieser Gedanken hat der Bär nämlich schon längst seinen Hunger an uns gestillt und leckt sich genüsslich das Maul sauber.

Stattdessen erhält unser Gehirn über die Sinneswahrnehmung „Sehen“ die Information „Bär“. Das Gehirn hat gelernt, dass „Bär“ gleich Gefahr bedeutet und möchte, dass der Körper schnell reagiert („fight and flight syndrom“).
Stresshormone werden ausgeschüttet und entkoppeln die Großhirnrinde vom restlichen Gehirn. Logisches Denken ist nicht mehr möglich.

In einer gefährlichen Situation kann es uns das Leben kosten, wenn wir zu langsam sind, weil wir erst denken, statt zu kämpfen, flüchten oder uns tot zu stellen (das Totstellen entspricht übrigens in Prüfungssituationen dem Blackout).

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Was hat Streit in der Familie mit Stress zu tun?

Streit bedeutet für den Körper Stress. Physiologisch betrachtet läuft das gleiche Programm ab wie wenn wir einem Bär begegnen.

In der hoch emotionalen Stress-Situation können wir tatsächlich nicht mehr „klar denken“ – der Cortex (Großhirnrinde) ist ja entkoppelt.

Wir haben dann nur noch „den Bär“ vor Augen, der in meinem Fall den nicht geputzten Vogelkäfig und die Unzulänglichkeit meines Sohnes verkörpert.

Erst, wenn sich die Stresshormone im Körper abgebaut und wir uns beruhigt haben, können wir wieder klar denken.

Aus diesem Grund hatte ich mich weggedreht und war gegangen. Ich wollte mich zu keiner „unüberlegten Handlung“ hinreißen lassen. Alles, was ich jedoch in der akuten Streitsituation (=Stress) getan hätte, wäre unüberlegt gewesen, weil ich ja gar nicht klar hätte denken können.

Als ich mich wieder etwas beruhigt hatte, dachte ich in Ruhe darüber nach, worum es eigentlich wirklich ging.

Die Analyse: Was war bei unserem Streit TATSÄCHLICH passiert?

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Das war offensichtlich in meinem Sohn vor sich gegangen:

  • Er hatte es nicht geschafft, seinen inneren Schweinehund zu überwinden und den Vogelkäfig zu reinigen. Also redete er das Problem klein, weil er nicht bereit war, die Anstrengung auf sich zu nehmen seine Komfortzone zu verlassen.
  • Durch mein wiederholtes Nachfragen, ob er schon sauber gemacht habe, fühlte er sich bevormundet und kritisiert nervige Mutter!
  • Dennoch ärgerte er sich, dass es ihm so schwer fiel, seine Abmachung einzuhalten Unzufriedenheit und Ärger über sich selbst.
  • Er suchte einen Sündenbock Mama ist doof, hat keine Ahnung von nichts und nervt!

 

 

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Die folgenden Punkte haben zu meinem Ärger geführt:

  • Ich war genervt, weil wir Streit bekamen wegen einer Sache, die sich hätte vermeiden lassen (keine Vögel ins Haus) selbst schuld, denn ich hatte zugestimmt.
  • Ich musste ihn motivieren und Energie in eine Sache investieren, für die ich keine zusätzliche Energie aufbringen wollte denn ich hatte schon genug, um das ich mich kümmern musste.
  • Er hatte mich beleidigt und respektlos behandelt ich fühlte mich nicht wertgeschätzt und hilflos in der akuten Situation.
  • Meine Arbeit saß mir im Nacken völlige Fehlplanung meinerseits denn ich hätte wissen müssen, dass ich nicht in Ruhe arbeiten kann, wenn ich mit den drei Kindern alleine zu Hause bin, Unzufriedenheit.
  • Mein Sohn und ich hatten alles vorher besprochen und er hatte mir versichert, alles gewissenhaft zu erledigen es ging mir weniger darum, dass er es aufschob, als um meine persönliche Enttäuschung. Ich nahm es wirklich persönlich, dass er sich gegen die Abmachung hielt.

Nachdem ich mir darüber klar geworden war, konnte ich in aller Ruhe abends im Bett mit ihm reden. Dabei ging es dann gar nicht mehr darum, ihm zu erklären, was ER alles falsch gemacht hatte, sondern ich hatte genügend Punkte auf meiner Agenda, die ich mit ihm teilen konnte. Ich sprach mit ihm über meine Gefühle – auch über meine eigene Unzulänglichkeit und Unzufriedenheit.

Es tat ihm richtig gut zu hören, dass ich mich auch über mich geärgert hatte, so wie er sich über sich geärgert hatte. Das war verbindend und schuf einen Nährboden für unser gegenseitiges Verständnis. Beide hatten wir unseren Frust am anderen ausgelassen und uns beiden tat es leid. Tatsächlich ist das ja meistens so.

Ich hatte ihm gesagt, dass für mich der schlimmste Punkt die persönliche Enttäuschung darüber war, dass er sein Wort gebrochen hatte. Das konnte er nachempfinden, denn er erwartet schließlich auch von meinem Mann und mir, dass wir uns an unsere Abmachungen halten.

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Diese 11 Tipps und Regeln zum Streiten solltest du beachten

Lass dich zu keiner unüberlegten Handlung hinreißen, die du später bereust.

Nimm dich aus der Situation raus, bis du dich wieder beruhigt hast und ihr über alles in Ruhe sprechen könnt. Hinterfrage sehr kritisch, worum es bei dem Streit tatsächlich geht und was genau dich so aus der Fassung gebracht hat. Lag es wirklich nur am anderen?

Werde nicht zum Opfer deiner Brüll-Gelüste.

Einmal laut brüllen sollte reichen, um Dampf abzulassen und deinem Kind deinen Gefühlszustand mitzuteilen.

Werde nie und gar nie nicht beleidigend, diskriminierend oder persönlich.

An diesem Punkt ist die Methode der Ich-Botschaften wirklich hilfreich.

Sprich keine „wenn .... dann“ Drohungen aus.

Und erst recht keine, die du selbst nicht wahrmachen möchtest oder kannst. Du machst dich dadurch auf Dauer sehr unglaubwürdig und lächerlich. Trotzdem verunsichert es dein Kind, weil immerhin die Möglichkeit bestünde, dass du deine Androhung doch irgendwann einmal realisieren könntest.

Merke dir: Kränkende Worte hinterlassen Narben.

Verinnerliche immer wieder in ruhigen Situationen, dass du kein gesagtes Wort jemals wieder zurück nehmen kannst.

Mache dir eine Liste mit allen Eigenschaften, die dein Kind für dich so wertvoll machen.

Erstelle die Liste in deinem Kopf oder schreibe sie in dein Journal. Du kannst sie immer wieder ergänzen. Lies dir diese Liste immer wieder durch, dass du sie dir im akuten Streit vorsagen kannst. Das wird dir dabei helfen, nichts Kränkendes zu schreien und ruhig zu bleiben.

Frage dich, ob wirklich einzig und alleine dein Kind für euren Streit verantwortlich ist.

Meistens gingen wir schon gestresst in den Streit hinein. Das bedeutet physiologisch, dass schon eine hohe Konzentration an Stresshormonen im Blut war. Durch diese Vorbelastung rasten wir noch schneller aus.

Krame doch mal ein bisschen in deiner eigenen Vergangenheit.

Möglicherweise gibt es bestimmte Trigger / Auslöser, die dich jedes Mal auf die Palme bringen oder negative Gefühle in dir auslösen. Das solltest du auflösen. Hol dir Hilfe, falls du es nicht alleine schaffst. Das ist keine Schande – im Gegenteil!

Frag dich, ob du dein Kind wirklich verletzen möchtest.

Soll sich ein Kind klein, hilflos und unterlegen fühlen? Solltest du nicht besser deinem Kind Halt geben?

Bleibe fair und sichere dir dadurch das Vertrauen deines Kindes.

Werde nicht unfair und erwarte dann in der Pubertät, dass sich dein Kind vertrauensvoll an dich wendet um dir zu erzählen, dass es heute nach der Schule einen Joint mit seinen neuen Kumpels geraucht hat!

Dränge dein Kind in keine Sackgasse, indem du deine Machtposition ausspielst.

Das ist unfair und gemein. 
Dein Kind kann dann nur noch in Angriff übergehen, weil es sich zu recht ungerecht behandelt fühlt.

Meine Tipps zum Weiterlesen

Buchempfehlungen

Wenn die Giraffe mit dem Wolf tanzt: Vier Schritte zu einer einfühlsamen Kommunikation
von Serena Rust | 01.10.2006
Leseprobe (Link zur Verlagsseite)

Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation
von Marshall B. Rosenberg | 17. Juni 2004
Leseprobe (Link zur Verlagsseite)

Bindungsstörungen: Von der Bindungstheorie zur Therapie
von Karl Heinz Brisch | 18. Februar 2020
Leseprobe (Link zur Verlagsseite).

Artikel im Netz

Richtig Streiten (Zeit Online)

Wie schlimm ist es, sein Kind anzuschreien? (familie.de)

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Ich bin Silke Krämer.

Kinder- und Jugendcoach Professional, NLP Master und Coach, EMDR Traumatherapeutin und Gymnasiallehrerin

Ich helfe Familien, wenn es Schulstress gibt und daheim die Fetzen fliegen. Außerdem unterstützte ich Mütter und Väter dabei, sich den Herausforderungen des Familienlebens selbstbewusst zu stellen.

Als Trainerin für Reflexintegration helfe ich deinem Kind, damit ihm die Schule bei Konzentrations­schwächen, Lern- und motorischen Problemen leichter fällt.

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7 einfache Ernährungstipps für eine bessere Konzentration und weniger Stress

7 einfache Ernährungstipps für eine bessere Konzentration und weniger Stress

Jugendliche

03-2020

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Bild von carlos pereyra

In meinem Blogbeitrag zum Thema Ernährung habe ich ein langes Interview mit der Ernährungswissenschaftlerin Sina Silberberger geführt. Hier findest du sieben konkrete Tipps aus dem Interview, wie du im Alltag die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes steigern und den Stresspegel senken kannst. Frei nach meinem Motto „Coaching auf den Punkt“.

Kohlehydrate und Zucker

Zucker ist nicht nur in Süßigkeiten enthalten, sondern er versteckt sich heutzutage in fast allen Fertigprodukten. Nimmt man viele davon zu sich, hat man eine gehörige Portion intus, ohne auch nur eine einzige Süßigkeit gegessen zu haben.

Er ist im Ketchup, in Pizza, in Dosensuppen, im Fruchtjoghurt, in Frühstückscerealien, in der Milchschnitte, im Linseneintopf aus der Dose, in fertigen Salatdressings und vielem mehr versteckt.



Außerdem ist Zucker der Grundbaustein im Getreide und je verarbeiteter ein Produkt ist, umso schneller geht der Zucker ins Blut über und der Blutzuckerspiegel steigt.

Das Problem ist, dass er genauso schnell wieder rapide absinkt und viel zu früh ein neues Hungergefühl entsteht. Süße Teilchen vom Bäcker, helles Brot und Brötchen, Nudeln, Pizza und viele der sogenannten „Kinderlebensmittel“ gehören dazu.

Die Kartoffel enthält zwar auch viele Kohlehydrate, bildet allerdings eine Ausnahme, da die Kohlehydrate anders aufgespalten sind und dadurch den Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigen lässt.

Außerdem haben Kartoffeln viel weniger Kalorien als die gleiche Menge anderer Kohlehydrate, wie z.B. Nudeln. Hinzu kommt, dass die Kartoffel sehr viel Vitamin C, andere Vitamine und Mineralstoffe enthält. So ist der Griff zur Kartoffel auf jeden Fall kein Griff ins Klo!

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Bild von Dmitry Abramov

♥ Silkes-Super-Tippi-Toppi-Tipp 1

Ersetze Weißmehlprodukte durch Vollkorn. Wenn du auf eine Krankmeldung hinarbeitest, dann iß so viele süße Teilchen vom Bäcker und Fertigprodukte wie möglich, weil sie den Stress in deinem Körper fördern.

Schau auf das Kleingedruckte, wie viel Zucker in einem Lebensmittel enthalten ist!

  • Zucker versteckt sich in vielen Fertigprodukten
  • Vollkornprodukte sind jeden Cent wert
  • verzichte auf süße Weißmehlteilchen vom Bäcker – sie machen dich schlapp
  • Kartoffeln sind super!

Und nochmal Zucker!

Zucker wird über das Blut zu den Muskeln transportiert, um dort die Energie bereit zu stellen.
 Steht mehr Energie im Körper bereit als verbraucht werden kann, zirkuliert der Zucker weiter im Blutkreislauf. Der Körper WILL diese Energie verbrauchen.

Kann der Körper die Energie nicht in Bewegung umsetzen, bzw. verbrauchen, kann dein Kind nicht anders, als hibbelig zu werden. Da hilft auch keine Ermahnung „jetzt bleib doch mal still sitzen“.

Das Still-Sitzen-Müssen wiederum verursacht Stress bei deinem Kind, was die mangelnde Konzentrationsfähigkeit obendrein verschlimmert.

♥ Silkes-Super-Tippi-Toppi-Tipp 2

Sicherlich wissen alle, dass Obst und Gemüse gesünder als Süßigkeiten und Burger sind. Dennoch fällt es uns schwer, das im Alltag umzusetzen. Oft scheitert es daran, dass es schnell gehen muss oder weil dein Kind sich quer stellt.

Wenn wir erst verstanden haben, WARUM bestimmte Lebensmittel für unseren Körper genauso wichtig sind, wie für unser Auto der regelmäßige Ölwechsel, ausreichend Nutzung und der richtige Kraftstoff, fällt es uns leichter, das tatsächlich umzusetzen.

Deshalb empfehle ich dir übrigens meinen neuen Workshop. Hier lernst du das nötige Hintergrundwissen, sowie praktische Umsetzungsmöglichkeiten. Melde dich noch heute an, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Also, das kannst du schnell umsetzen:

  • Bei Lust auf Süßes ist der Griff nach Obst eine super Lösung
  • stelle im Sichtfeld und in Reichweite für Kinder eine Schale mit gewaschenem Obst und Nüssen auf
  • Zucker ist und bleibt Zucker. Dabei ist es egal, ob es Rohrohrzucker, Biozucker oder Agavendicksaft ist.
  • Die Dosis macht das Gift!

 

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Bild von pencil parker

Das Fett - gut, böse oder beides?

Die Fettsäuren im Fleisch haben entzündungsfördernde Eigenschaften und unterstützen somit die negativen Auswirkungen chronischen Stresses. 
Deshalb sind fette Wurst- und Fleischsorten nicht gut für unsere Gesundheit.


Es gibt inzwischen sehr viele vegetarische Brotaufstriche, die eine gute Alternative zu Wurst und Käse bilden und durch die man Abwechslung aufs Brot zaubern kann. Hier gilt es nur darauf zu achten, palmölfreie Produkte zu kaufen.


Zu den gesunden Fetten gehört die Omega-3-Fettsäure, die die Prozesse in unserem Gehirn positiv beeinflusst. Omega-3-Fettsäuren sind in fettem Seefisch und in Walnüssen enthalten.

Fette, die in die Gruppe der ungesättigten Fette fallen, sind generell zu bevorzugen. Dazu gehören hochwertige kaltgepresstes Rapsöl, Leinöl und Walnussöl.

Vom neuen Trendfood Kokosöl hält man sich besser fern. Es besteht aus überwiegend gesättigten Fettsäuren und kommt von seiner Zusammensetzung dem aus Großmutters Küchen bekannten Schweinefett gleich.

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Generell auf Fette zu verzichten ist Quatsch. Die Mittelmeerküche bietet diesbezüglich ein gutes Vorbild, da sie viele ungesättigte Fettsäuren, wie hochwertig kaltgepresstes Olivenöl verwendet. Dort gibt es viel weniger Herz-Kreislauf Erkrankungen als bei uns.

Doch binde auch andere Öle in deinen Speiseplan mit ein, wie zum Beispiel Raps- Lein- und Walnussöl. Oder: Würdest du in deinen super teuren Ferrari minderwertiges Öl füllen, wenn du doch weißt, dass es dem Motor schadet oder er dadurch langsamer werden könnte?

Hier die wichtigsten Daumenregeln:

  • Abwechslung aufs Brot durch vegetarische Aufstriche
  • fetter Fisch ja, fettes Fleisch nein!
  • kaltgepresste Öle wie Olivenöl, Leinöl, Walnussöl, Rapsöl sind super.
  • mageres rotes Fleisch in homöopathischen Dosen ist prima

Fertigprodukte - Seufz ...

Fertigprodukte sind Lebensmittel, die in hohem Maße haltbar gemacht, bzw. weiter verarbeitet wurden. Je weiter entfernt das Lebensmittel von dem ursprünglichen Inhaltsstoff ist, umso ungesünder wird es und umso mehr künstliche Stoffe wurden zugesetzt und umso weniger der ursprünglich wertvollen Stoffe sind noch enthalten:

Hier ein Beispiel mit der Kartoffel von gesund zu ungesünder:
 Pellkartoffel > Salzkartoffel > Bratkartoffel > fertiger Kartoffelpüree > Pommes > Chips

Tütensuppen, Fertigsoßen zum Anrühren, Tiefkühlpizzen, Dosensuppen, Mikrowellenprodukte und süße Cerealien fallen auch unter die Gruppe der Fertigprodukte.

Allen diesen Produkten wurden viele Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Zucker, Salz und/oder Glutamat (versteckt als Hefeextrakt) zugesetzt.

♥ Silkes-Super-Tippi-Toppi-Tipp 4

Wie heißt es so schön? „Traue keinem außer Mutti!“

Damit das auch weiterhin so bleibt, solltest du deinem Kind nur hochwertige Nahrungsmittel auf den Teller geben, denn schließlich vertraut es dir, dass du nur das Beste für es willst.

Fertigprodukte und Convenience Food sind super praktisch aber ungesund
je natürlicher (je weniger verarbeitet) das Lebensmittel noch ist, umso mehr Nährstoffe sind darin enthalten.

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Bild von David Mark

Proteine / Eiweiß - So viele Quellen

Wenn wir an Eiweiß denken, erscheint vor unserem inneren Auge meist ein saftig gebratenes Steak. Dass viele andere Lebensmittel eine hervorragende Proteinquelle darstellen, wird oft vergessen.

Möchten wir uns jedoch fleischfrei ernähren oder unseren Fleischkonsum deutlich reduzieren, stehen wir vor der Frage, wie wir unseren Proteinhaushalt gut decken können.

Zu den Lebensmitteln, die besonders viel Eiweiß enthalten, gehören Hülsenfrüchte, Fisch, Soja, Milchprodukte, Eier, Nüsse und Kerne sowie Getreide.
Da ich euch im ersten Tipp allerdings erklärt habe, dass es gut ist, nicht jede unserer Mahlzeiten kohlehydratlastig zu gestalten, stellt sich die Frage, wie wir z.B. das Getreide ersetzen können und trotzdem dabei satt werden.

Hülsenfrüchte haben gleich zwei Vorteile: Sie enthalten sehr viel Protein und machen obendrein noch richtig satt. So bieten sie eine super Alternative zu den gängigen Kohlehydraten wie Nudeln, Reis, Brot und Pizza. Probiert doch z.B. mal die rote Linsen Nudeln aus.

Auch Fisch stellt eine gute Eiweißquelle dar. Thunfisch gehört zu den proteinreichsten Fischen, aber auch Barsch, Forelle, Seesaibling und Lachs enthalten viel Eiweiß.

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Kurz und knapp zum Eiweiß, das kannst du ausprobieren:

  • Hülsenfrüchte bieten eine proteinreiche Sättigung
  • ersetze doch mal normale Nudeln durch Linsen-Nudeln
  • Nüsse und Kerne sind ein super schnell zubereiteter Snack: Tüte auf, Nüsse in den Mund!
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Bild von (El Caminante)

Stress: Was macht er mit meinem Kind?

Durch Stress werden die Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol (=Stresshormone) vermehrt ausgeschüttet. Die hohe Ansammlung der Stresshormone im Blut unterdrückt das Immunsystem. Außerdem wird mehr Energie im Körper bereit gestellt, weil wir bereit für eine mögliche Flucht sein müssen.

Das ist evolutionsbedingt so. Ihr erinnert euch bestimmt noch an euren eigenen Biologie Unterricht, wo ihr das Sympathische- und das Parasympathische-System kennen gelernt habt.

Bei Stress bleiben uns drei Möglichkeiten: Wir können flüchten, kämpfen oder uns totstellen. Für die Flucht und die Abwehr muss viel Energie bereit sein.

Wichtig für die Auswirkung von Stress auf das Lernen ist folgende Reaktion: Das Stresshormon Cortison überwindet die Blut-Hirnschranke und wirkt direkt im Hirn negativ auf die Lern- und Gedächtnisleistung, fördert depressive Verstimmungen und kann Ängste fördern. Geistige und emotionale Prozesse werden dadurch gestört.

♥ Silkes-Super-Tippi-Toppi-Tipp 6

Stress ist für unseren Körper so richtig blöd, was sich auch auf unser psychisches Wohlbefinden auswirkt. Ein richtig verhängnisvoller Kreislauf beginnt dadurch.

Also solltest du alles daran setzen, um den Stress zumindest an den Punkten zu minimieren, wo dies leicht möglich ist, wie z.B. an der Ernährung!

Du bist, was du isst!
Wenn du es dir selbst nicht wert bist, auf dich ausreichend Acht zu geben und liebevoll auf dein Wohlbefinden zu achten, kannst du das ja wohl kaum von anderen verlangen. Wertschätzung und Liebe beginnen bei uns selbst.

Also: Versorge dich und deine Familie optimal.

 

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Genügend Schlaf ist Grundlage

Schlafmangel, akuter sowie chronischer Natur, hat weitreichende Folgen für den Alltag. Die Aufmerksamkeitsfähigkeit des Gehirns verschlechtert sich maßgeblich, es lässt sich viel leichter ablenken und speichert Informationen nicht mehr richtig.

Auch führt Schlafmangel dazu, dass ein risikofreudigeres Verhalten an den Tag gelegt wird, Substanzen mit Suchtpotential erscheinen plötzlich attraktiver. Es wird vermehrt zu ungesunden, hochkalorischen Lebensmitteln gegriffen.

Ein weiteres Problem ist, dass die Empathiefähigkeit abnimmt und emotionale Mimiken und Gestiken anderer nicht mehr ausreichend gedeutet werden können. Dies kann darin resultieren, dass soziale Interaktionen leiden.

Besonders die letztgenannten Punkte versetzen den Menschen als „Rudeltier“ in Stress. Stress und Schlafmangel sind zwei Probleme, die sich gegenseitig verstärken und somit zu einem Teufelskreislauf führen können.

♥ Silkes-Super-Tippi-Toppi-Tipp 7

Erinnerst du dich noch daran, wie verpeilt du manchmal durch die Gegend gelaufen bist, als dein Baby noch ganz klein war, weil du chronischen Schlafmangel hattest?

Warum sollte es deinem Schulkind in der Schule also anders gehen, wenn es dauerhaft müde in der Schule sitzt?

Das macht Schlafmangel mit deinem Kind:

  • durch Schlafmangel ist dein Gehirn nicht mehr so leistungsfähig. Das haben Stress und Schlafmangel gemeinsam.
  • Schlafmangel macht uns risikofreudiger. Eine Eigenschaft, die wir uns nicht von unseren pubertierenden Jugendlichen wünschen.
  • das Hungergefühl verstärkt sich
  • die Empathiefähigkeit nimmt ab

Sicherlich wissen wir alle, dass Obst und Gemüse gesünder als Süßigkeiten und Burger sind. Dennoch fällt es uns schwer, das im Alltag umzusetzen. Oft scheitert es daran, dass es schnell gehen muss oder weil dein Kind sich quer stellt.

Doch, wenn wir erst verstanden haben, WARUM bestimmte Lebensmittel für unseren Körper genauso wichtig sind, wie für unser Auto der regelmäßige Ölwechsel, ausreichend Nutzung und der richtige Kraftstoff, fällt es uns leichter, das tatsächlich umzusetzen.

Infos zum Weiterlesen

Hier findest du noch einige interessante Infos zum Thema Ernährung für Kinder und Zuckerkonsum. Hast du noch weitere Lesetipps? Ich freue mich über deinen Tipp auf Facebook.

Foodwatch e.V.: Die zehn zuckrigsten Kindergetränke

Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Infosammlung Ernährung Kinder und Jugendliche

Verbraucherzentrale: Ratgeber Bärenstarke Kinderkost

Ärztezeitung: So viel Zucker pro Tag darf's sein

Ich hoffe, mit meinen sieben Tipps zu Stress und Konzentrationsfähigkeit bei Kindern konnte ich dir ein paar Impulse geben.

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Ich bin Silke Krämer.

Kinder- und Jugendcoach Professional, NLP Master und Coach, EMDR Traumatherapeutin und Gymnasiallehrerin

Ich helfe Familien, wenn es Schulstress gibt und daheim die Fetzen fliegen. Außerdem unterstützte ich Mütter und Väter dabei, sich den Herausforderungen des Familienlebens selbstbewusst zu stellen.

Als Trainerin für Reflexintegration helfe ich deinem Kind, damit ihm die Schule bei Konzentrations­schwächen, Lern- und motorischen Problemen leichter fällt.

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Willst du die Beziehung zu deinem Kind mit nur einem charmanten Lösungsansatz verbessern?

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Jugendliche

von Silke Krämer | 02-2020

Wir wünschen uns alle eine gute Beziehung zu unserem Kind. Dabei erwarten wir einen wertschätzenden Umgang und gute Kommunikation von unserem Gegenüber. Unsere Gedanken und Worte sollen bitte schön ernsthaft wahrgenommen werden. Wir erwarten ein aktives Zuhören und das noch viel mehr von Menschen, die uns nahe stehen und wichtig sind, wie Freunde oder Familie. Doch sind wir tatsächlich ebenso in der Lage, jederzeit das zu geben, was wir von anderen einfordern? Wie beeinflusst unser Vehalten unsere Bindung zu unseren Kindern?

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Wir sind gerade im Urlaub in der Bretagne und laufen einen wunderschönen endlos langen Sandstrand entlang. Auf den tosenden Atlantikwellen tummeln sich Wellenreiter, es liegen wunderschöne Steine am Strand und schreiende Möwen fliegen übers Wasser. Der salzige Wind bläst uns um die Ohren.

Doch für all das scheint mein Kind keine Wahrnehmung zu haben. Mein Sohn redet ohne Punkt und Komma auf mich ein und erklärt mir mit schon fast manischer Begeisterung zum wiederholten Male alle Verwandtschaftsverhältnisse der Star Wars Figuren. Irgendwie ist unsere Kommunikation gerade eine Einbahnstraße.

Dann sinniert er, welche der unzähligen Laser- und Lichtwaffen die besten sind und wie man eine Laserwaffe am besten nachbauen könnte. Das alles, obwohl wir ihm bisher nur erlaubt haben, den ältesten Star Wars Film anzuschauen, da die anderen erst ab zwölf Jahren freigegeben sind. Mein Sohn ist neun Jahre alt.

Einseitige Kommunikation: Die Beziehung ist keine Einbahnstraße

Ich versuche das wunderschöne Naturschauspiel und die immer tiefer am Horizont stehende rote Abendsonne zu genießen, möchte aber auch nicht unhöflich sein. So nicke ich ab und zu und werfe ein möglichst interessiert klingendes „aha“ und „wirklich?“ in das Gespräch. Bald ist der Urlaub vorbei und ich muss lange darauf warten, bis ich so etwas Schönes wieder sehen kann.

Ich merke, wie ich innerlich unruhig werde und frage mich, wie mein Kind nur so ignorant sein kann und sich in diesem wunderschönen friedlichen Moment gedanklich mit Laserwaffen auseinander setzen kann?

Viel lieber würde ich mich mit ihm über das, was hier in der Gegenwart um uns herum passiert austauschen und unsere Kommunikation wieder in beide Richtungen verlaufen lassen. Gemeinsam würden wir uns auf all das Schöne um uns herum aufmerksam machen: „Schau mal hier“ und „guck mal da, ist das nicht schön?!“

Hat die Jugend denn wirklich so gar keinen Blick für die Natur mehr?

Ich laufe weiter, als mir die alte Pädagogen-Weisheit wieder einfällt. Sinngemäß lautet sie: „Hole dein Gegenüber dort ab, wo es steht“. Während meines Referendariats habe ich diesen Satz noch gar nicht so richtig verstanden, weil ich nicht dachte, dass wir Menschen tatsächlich an so unterschiedlichen Stellen stehen können.

Doch es ist wirklich so. Jeder hat individuelle Voraussetzungen, ist von einer anderen Lebenswelt umgeben und interessiert sich für unterschiedliche Dinge. Ebenso spielen das Alter und die Auffassungsgabe eine wichtige Rolle wie noch viele andere Aspekte. Dann wird mir bewusst, dass meine Gedanken ungerecht und egoistisch sind und ich versuche, unsere momentane Lage gedanklich zu relativieren.

Perspektivwechsel: Die Interessen und Gedanken deines Kindes respektieren

Mein Sohn hat sehr wohl einen Blick für die Natur und deren Bewohner. Er kann 30 Vogelarten unterscheiden, hat erfolgreich ein Meisenküken aufgezogen und ausgewildert, interessiert sich sehr für Wale und Delfine und würde nie einem Tier etwas zu Leide tun. Durchaus ist er also in der Lage, die Schönheit und Einzigartigkeit der Natur wahrzunehmen und zu schätzen.

Nur genau in diesem Augenblick eben nicht – da geht ihm Star Wars durch den Kopf. Es ist nicht so, dass er exzessiv mit diesem Thema verbandelt ist. Wie gesagt, es gibt genügend andere Dinge, die ihn interessieren, aber genau jetzt ist ihm eben das in den Sinn gekommen.

Im umgekehrten Fall hätte es ja auch genauso gut sein können, dass ich gedankenverloren in ein anderes Thema versunken wäre. Natürlich nicht an so etwas Brutales wie Star Wars, sondern an etwas Sinnvolles! Zumindest hätte ich das rein subjektiv aus meiner Perspektive so bewertet.

Für mein Kind ist das Star Wars Thema sehr komplex. Für viele andere Menschen vermutlich auch. Ich gehöre eben nur nicht zu den Menschen, die von Science Fiction fasziniert sind. Mich interessieren andere Dinge und so wünsche ich mir, dass meine Kinder sich auch für die Sachen interessieren, die ich wichtig finde, wie Natur, Geschichte, Wissenschaft, Kultur, Musik und so weiter.

Die Beziehung zu deinem Kind ist eine Chance zu lernen

Hätte mein Mann mich mit einem Thema konfrontiert, das ihn gerade beschäftigt, hätte ich ja auch nicht gesagt: “Du, Liebster, sei mir nicht böse, aber ich sauge gerade dieses atemberaubende Naturschauspiel tief in mir auf und habe deshalb im Moment keine Kapazitäten für deine Gedanken!“

Eigentlich gar nichts außer, dass ich in diesem Moment in einer anderen Stimmung war als mein Sohn und er aus seiner Stimmung heraus ein Gespräch mit mir gesucht hat.

Ich hatte wohl den Dingen, die mich beschäftigten eine andere Wertigkeit beigemessen als den Gedanken meines Sohnes. Er hat ganz selbstverständlich vorausgesetzt, dass ich mich für seine Gedanken und Themen interessiere.

Er wollte einfach nur seine Gedanken mit mir teilen. Ist das nicht eigentlich wunderschön?!?

Als mir das bewusst geworden war, konnte ich mich darüber freuen und ließ mich auf das Gespräch mit ihm ein. Wieder einmal erfuhr ich vom komplexen Aufbau der Star Wars Welt und wieder einmal konnte ich mir bestimmt nicht alles merken. So wird auch unser nächstes Gespräch über Star Wars bestimmt wieder spannend, weil ich jedes Mal dazu lerne! Und das Allerschönste ist, dass es mir mein Sohn immer wieder aufs Neue geduldig erklärt, wenn ich mich auf das Gespräch einlasse und ernsthaft nachfrage.

Was macht dies mit der Beziehung zu meinem Kind im Alltag?

Leider geht es den Meisten von uns so, dass wir uns im Alltag gehetzt fühlen und die vielen Pflichten und Aufgaben an unseren Kräften zehren. Da haben wir nicht so viel Zeit und Muse zu reflektieren, wie ich damals am Strand in der Bretagne.

Vielleicht reagieren wir dann nicht immer feinfühlig auf eine Kontaktaufnahme unserer Kinder. Und mal ganz ehrlich, wer von uns interessiert sich denn „wirklich“ für die Lego-Welt unserer Jungs oder den Zoff im Puppenhaus unserer Töchter?

Dennoch lohnt es sich, darüber nachzudenken. Was geschieht in der Beziehung zu unseren Kindern, wenn wir sie im Alltag viel zu oft beiseite schieben und überwiegend die Pflichten mit ihnen kommunizieren? Welche versteckten Botschaften senden wir ihnen?

Sind sie es uns nicht wert, dass wir uns wirklich für sie und ihre Lebenswelt interessieren und nicht nur dafür, ob sie ihre Aufgaben schon erledigt haben und die Vesperdose aus dem Ranzen geräumt wurde?

Stell dir vor, dein Mann kommt nach Hause und das zweite, was er dich fragt sind Dinge wie „na, hast du den Einkauf heute erledigt, hast du mit Lisa Mathe gelernt und endlich Wäsche gewaschen?“. Na super! Kein Wunder wären wir von unserem Mann genervt.

Wie kann ich die Beziehung zu meinem Kind verbessern?

Sucht dein Kind das nächste Mal Kontakt zu dir und möchte dir von etwas erzählen, dann geh darauf ein und nimm es ernst. Begib dich in seine Lebenswelt und wechsle die Perspektive. Zeige ehrliches Interesse und stelle Nachfragen. Dabei ist es gar nicht so wichtig, über WAS ihr sprecht, sondern DASS ihr miteinander redet. Im gemeinsamen Austausch und mit echter Kommunikation kannst du viel über dein Kind erfahren.

Ist unser Kind erst mal in der Pubertät, sind wir bestimmt froh darüber, wenn es überhaupt noch mit uns spricht 😉

Durch ehrliche Gespräche festigt ihr eure Bindung. Es sind die Dinge, die unsere Kinder beschäftigen, über die sie sich definieren und die ihnen wichtig sind. Schließlich möchten wir doch auch, dass unser Partner und unsere Freunde uns mit Interesse begegnen und an unserem Leben Anteil nehmen.

Es ist das Gleiche. Dessen sollten wir uns bewusst sein.

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Ich bin Silke Krämer.

Kinder- und Jugendcoach Professional, NLP Master und Coach, EMDR Traumatherapeutin und Gymnasiallehrerin

Ich helfe Familien, wenn es Schulstress gibt und daheim die Fetzen fliegen. Außerdem unterstützte ich Mütter und Väter dabei, sich den Herausforderungen des Familienlebens selbstbewusst zu stellen.

Als Trainerin für Reflexintegration helfe ich deinem Kind, damit ihm die Schule bei Konzentrations­schwächen, Lern- und motorischen Problemen leichter fällt.

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Lernen ist (nicht) doof! – mit diesen 10 Tipps geht’s leichter

Lernen ist (nicht) doof! – mit diesen 10 Tipps geht’s leichter

Jugendliche

01-2020

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Bild von Wokandapix

„Du lernst nicht für die Schule sondern fürs Leben“
„Jeder muss lernen“
„Wenn du es gleich machst, hast du es hinter dir“
„Ach komm, das haben doch schon ganz andere vor dir geschafft“
„Alle anderen müssen es doch auch machen“

Versuchst du auch mit diesen oder ähnlichen Sätzen dein Kind zum Lernen zu motivieren? Und dein Kind antwortet dir so oder ähnlich: „Ich habe einfach keine Motivation zum Lernen. Schule ist langweilig!“. Das klingt dann ein bisschen so, als wäre die mangelnde Motivation Ursache allen Übels des Nicht-Lernen-Könnens. Und fiele die Motivation vom Himmel, dann könnte dein Kind lernen. Doch was ist Motivation eigentlich und warum ist sie so wichtig? Ist sie überhaupt wichtig? Brauchen wir Motivation zum Lernen oder geht es nicht einfach auch ohne?

Der innere Schweinehund schnappt zu ...

Damit wir ins Tun kommen ist es erforderlich, unseren inaktiven Zustand willentlich zu überwinden. Dadurch wandelt sich die Inaktivität in Aktivität. Wir kommen ins Tun. Also brauchen wir genau genommen bereits in der Inaktivität ein gewisses Maß an Aktivität für die Initialzündung.

Genau das macht es so tückisch: Aktivität in einem inaktiven Zustand zu haben klingt widersprüchlich.

Leider liegt kurz vor der Initialzündung meist unser sogenannter innerer Schweinehund, der „dankenswerterweise“ wild um sich schnappt und kläfft, damit wir ganz gemütlich weiter gammeln können und quasi gar nicht anders können als Nichts zu tun, denn eine Ausrede haben wir ja parat: „Ich habe keine Motivation“.

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Wir hoffen darauf, dass „die Motivation“ den inneren kläffenden Schweinehund für immer zum Schweigen bringt. Ist das wirklich so? Hat uns unsere Erfahrung nicht gezeigt, dass immer wieder unbequeme Phasen im Leben auftauchen während derer wir uns für die Initialzündung aufraffen müssen?

Schon Einstein sagte: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“.

Deshalb sind auch die vielen Ratschläge meist nicht hilfreich, denn sie berühren uns nur oberflächlich und verändern nicht unser Denken. Liegt das eigentliche Problem in unserem Inneren, kann nur dort die Motivation durch Veränderung wachsen.

Bliebe alles in unserem Inneren gleich, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Motivation auf einmal wie Phönix aus der Asche aufsteigt unrealistisch. Doch ja, manchmal stirbt die Hoffnung zuletzt 😉 ...

Im Gespräch mit Kindern oder Jugendlichen in meiner Praxis wird immer wieder klar, dass sich viele dessen nicht bewusst sind. Manche der Heranwachsenden sprechen dann von der Motivation, als sei sie etwas, das man entweder hat oder eben nicht, so wie z.B. ein bestimmtes Lego Set. Sie sagen mir dann: „Ich wünsche mir Motivation, damit ich lernen kann!“.

Dass sie jedoch in sich, bzw. an sich etwas verändern müssen und dass das mit Anstrengung verbunden sein kann wird erst im Laufe des Coachingprozesses klar. Für die Initialzündung bedarf es Eigeninitiative. Und das Tolle ist: Jeder einzelne hat die Freiheit und Wahl, dies selbst entscheiden zu können (sofern er gesund ist!).

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Was also brauchen wir, damit wir leichter ins Tun kommen?

Sich selbst zu motivieren gelingt viel besser, je klarer die Zielvorstellung ist.  Wie soll sich jemand motivieren, wenn er nicht weiß wofür oder warum? Je genauer und deutlicher unsere Zielvorstellung ist, umso leichter können wir uns aufraffen, weil wir wissen, warum und wofür wir die Anstrengung auf uns nehmen.

Im Coaching helfe ich meinem Klienten dabei, das richtige Ziel für SICH zu finden. Mit dem richtigen persönlichen Ziel vor Augen gelingt die Herausforderung, die innere Haltung zu verändern und das Gefühl von „motiviert-sein“ entsteht.

(Es kann passieren, dass das richtige Ziel nicht immer mit den Wünschen der Eltern deckungsgleich ist. Als Coach bin ich in einer neutralen Rolle und kann meine Klienten dahin bringen zu spüren, was sie wirklich wollen und was ihnen wichtig ist in IHREM Leben!)

Wenn wir ein realistisches und erreichbares Ziel rausgearbeitet haben, könnte die Person als nächstes ins Tun kommen. Mit einem konkreten Ziel vor Augen lässt sich das Verhalten ändern. Ein Selbstläufer ist es trotzdem noch nicht, denn es bedarf Mut, Ausdauer und Willensstärke. Schafft ein Mensch es endlich einmal in seinem Leben den inneren Schweinehund zu überwinden und beginnt den steinigen Weg zu gehen, ist jeder einzelne Schritt eine Motivation, den nächsten Schritt auch noch zu machen. Und je weniger man über den einzelnen Schritt nachdenkt, weil man das große Ziel vor Augen hat, umso leichter wird es.

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Was ist daran denn bitte bisher so schwer gewesen?

Vielen jungen Menschen fehlte bisher das entsprechende Ziel, bzw. haben sie sich darüber noch nie Gedanken gemacht. Wie soll denn für einen Sechstklässler das Ziel Abitur machen zu wollen, um dann mal einen guten Beruf ergreifen zu können, ein adäquates Ziel sein?

Diese Zielformulierung ist eine Phrase, die das Kind nachspricht. Auf der emotionalen Ebene fühlt sich ein Kind dadurch nicht angesprochen. Das ist alles viel zu weit weg. Selbst für einen Zehntklässler kann dieses Ziel noch unrealistisch sein.

Das Ziel muss ganz nah an der Lebenswelt der betroffenen Person ausgerichtet sein und ist etwas Individuelles. Gäbe es ein Universalziel, würde es reichen zu sagen „ich möchte meinen Schulabschluss schaffen“.

Leider berührt diese Zielformulierung nur die wenigsten. Deshalb hilft es nicht, die Kinder mit allgemeingültigen Floskeln wie: „Du brauchst doch einen guten Schulabschluss, um später mal den Beruf deiner Wahl ergreifen zu können“ zu motivieren.

Stolpersteine

Manchmal kann es jedoch passieren, dass sich im Laufe des Prozesses innere Widerstände auftun, die den Weg behindern, das Ziel erreichen zu können. Das können zum Beispiel einschränkende Glaubenssätze, Altlasten aus der Kindheit der eigenen Eltern, die sich in den Kindern widerspiegeln, mangelnder Selbstwert, ein geringes Selbstvertrauen und vieles anderes sein. Alle diese Faktoren lassen sich wunderbar im Coaching bearbeiten.

Hat sich die betroffene Person tatsächlich motivieren können, sich ihrem Ziel anzunähern und dabei den inneren Schweinehund überwunden, umso eingeschüchterter wird er beim nächsten Versuch sein und sein Bellen und Schnappen werden immer leiser. Mit jeder Überwindung dieses listigen Kerls wird es beim nächsten Mal leichter gelingen, denn Erfolgserlebnisse sind unglaublich motivierend. Ist das nicht großartig, in so eine positive Spirale geraten zu können?!

Für mich als Coach ist es ein großes Erfolgserlebnis zu sehen, wenn mein Klient es schafft endlich ins Tun zu kommen. Fast immer erwächst daraus ein größerer Selbstwert. Der Blick auf das eigene Selbst wird anerkennend, liebevoller und selbstsicher. Menschen, die einen derartigen Umgang mit sich haben, können sich auch viel besser anderen Angriffen erwehren.

Das Wunderbare ist, dass dabei wirklich der Prozess und der Blick nach vorne im Vordergrund stehen.

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Bild von Bruno /Germany

Alle Tage wieder: Das Hausaufgabendebakel

Aber was, wenn es gar nicht an der Motivation liegt? Die Grundvoraussetzung für die Verbesserung der Noten und ein leichteres Lernen ist die Motivation.  Doch manchmal kommen auch Kinder und Jugendliche zu mir in die Praxis, die hochmotiviert sind und trotzdem keinen Erfolg in der Schule haben.

Woran kann das nur liegen? Weiter oben habe ich schon andere limitierende Faktoren angesprochen, wie zum Beispiel Selbstzweifel, limitierende Glaubenssätze, Prüfungsangst und so weiter ...

Angenommen, wir haben auch diese Themen im Coaching erfolgreich gelöst, dann kann es trotzdem noch passieren, dass sich der gewünschte Erfolg nicht in ausreichendem Maße einstellt.

Es ist ein bisschen wie in einer Fabrik an der Fließbandproduktion: Nur, wenn alle Prozesse an jeder einzelnen Station optimal ablaufen, ist die Produktivität gewährleistet. Stockt es an einer Station, kommt ein schlechtes Ergebnis am Ende des Bandes raus. Da alle Bereiche am Anfang und in der Mitte des Bandes optimiert wurden, möchte ich deinen Blick auf die letzte Station der Arbeitskette richten: Das Lernen!

Hast Du schon eine Menge schlauer Lerntipps bekommen?

Viele Schüler haben tatsächlich nie richtig gelernt zu lernen, beziehungsweise so zu lernen, wie es ihrem Typ entspricht. Entweder war ihnen in der Grundschule quasi alles zugeflogen und sie mussten nie lernen, bis das große Erwachen in der weiterführenden Schule kam, oder sie waren die ganze Zeit von ihren Eltern so engmaschig angeleitet worden, dass sie nie eine Eigenständigkeit im Bezug auf die selbständige Erarbeitung von Lernstoff entwickeln konnten.

Folglich trauen sich die Kinder irgendwann selbst nichts mehr zu. Weder trauen sich manche zu, alleine zu lernen, noch, dass sie überhaupt über die Fähigkeit verfügen, erfolgreich lernen zu können.

Mit von diesem Phänomen betroffenen Coaching-Kindern war es so, dass wir alle inneren Prozesse positiv bearbeitet und in Gang gebracht hatten, doch der durchschlagende Erfolg aufgrund externer Faktoren zum Beispiel der Lernatmosphäre oder dem Umgang mit Ablenkung trotzdem ausblieb. Manche Kinder sagten immer noch, dass sie nicht wüssten, wie genau sie lernen sollten und deshalb die Hürde so groß sei, überhaupt einen Anfang zu finden.

Alles war dann ein Kreislauf und hing miteinander zusammen. Letztendlich sind alles einzelne Bausteine eines großen Ganzen. Wenn ein Kind zum Coaching zu mir kommt, möchte ich ihm natürlich auf jeder Ebene helfen, damit wir ein Erfolgserlebnis erreichen können.

Meine Ideen für genau diese externen Faktoren habe ich zusammen getragen und stelle sie euch kostenlos im 10-Tage-Lernfahrplan zur Verfügung. So können wir wertvolle Coachingzeit künftig noch effektiver nutzen, weil ich jedem sagen kann: „Lies doch bitte mal meine Ideen für leichteres Lernen auf dem Blog durch, wir sprechen kurz durch, was für dich am besten passt und können uns stattdessen auf die inneren Prozesse konzentrieren, für deren Bearbeitung das Einzelcoaching gedacht ist“.

Außerdem können so auch Kinder und Eltern davon profitieren, die nicht bei mir im Einzelcoaching sind. Deshalb schenke ich euch meine Ideen!

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Ich helfe Familien, wenn es Schulstress gibt und daheim die Fetzen fliegen. Außerdem unterstützte ich Mütter und Väter dabei, sich den Herausforderungen des Familienlebens selbstbewusst zu stellen.

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4 Tipps zur Motivation: „Jetzt will doch mal!“ – Ich zeige dir, wie leicht es ist.

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Jugendliche

von Silke Krämer | 09-2019

Puh, keine Lust - keine Motivation! Kennst du dieses Gefühl, wenn du eigentlich etwas tun solltest aber keine Lust darauf hast? Dann überlegst du etwas anderes zu tun, wie Joggen zu gehen, doch dafür bist du zu antriebslos, weil du schlecht geschlafen hast und überarbeitet bist? Dich mit Muse etwas Schönem zu widmen geht aber auch nicht, weil du dafür innerlich zu unruhig bist.

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Mit so einem Gefühl in der Brust kannst du dich unmöglich gemütlich auf die Couch legen und deinen spannenden Krimi weiter lesen. Schließlich hast du unendlich viele Dinge, die du erledigen solltest. Wie fühlst du dich dann?

Keine Motivation macht unzufrieden und nervt

 

Früher fühlte ich mich in solchen Momenten total unzufrieden und genervt. Ich war genervt von all den vielen Dingen, die ich zu erledigen hatte und dass mir dabei keiner half. Dass ich von mir selbst und meiner Stimmung am allermeisten genervt war, wollte ich mir nicht so gerne eingestehen.

Ich wusste dann überhaupt nichts Sinnvolles mit mir anzufangen und der letzte Ausweg war der Griff zum Handy. Mal schauen, was „Wichtiges“ auf Facebook passiert ist.

Die Tagesschau App zu lesen ist in dem Moment auch nicht sinnvoller. Eine Stunde später war ich noch unzufriedener als ich realisierte, dass ich gerade total sinnlos meine Zeit vertrödelt hatte. Ich hätte ja auch genauso gut etwas Schönes tun können.

Der Bewältigung meiner Aufgaben war ich auch kein Stückchen näher gekommen und meine To Do Liste ist nicht kürzer geworden.

Mein Abwärtsstrudel beginnt mit fehlender Motivation

In solchen Momenten hatte ich einen ziemlich schlechten Umgang mit mir selbst! Eigentlich hatte ich ja auch gar keine Zeit und fühlte mich gehetzt! Danach war ich meist so richtig grantig und für alle in meinem Umfeld war es besser, sich fern von mir zu halten, um sich nicht einen übertrieben pampigen oder vorschnellen Rüffel von mir abzuholen, der den Familienfrieden völlig unnötig strapaziert hat.

Hinterher tat es mir natürlich leid, dass ich so ungerecht war und ich fühlte mich noch schlechter. Es schien ein auswegloser Strudel nach unten zu sein in den ich da geraten war! Eine gehörige Portion Selbstmitleid rundete das ungute Gefühl ab.

Wenn du ein ähnliches Verhalten an dir in meiner Beschreibung erkennst, bist du wahrscheinlich ein Erwachsener.

Inzwischen habe ich dank meiner Ausbildung und Weiterbildungen Strategien, um mit solchen Situationen so umzugehen, damit sie mich und meine Familie möglichst wenig belasten und ich mich schnell in einen anderen Zustand bringen kann. Dies wirkt sich schnell positiv auf meine Motivation aus. Natürlich habe auch ich mal einen besonders schlechten Tag, doch in der Regel gelingt mir das recht gut (ihr könnt ja mal meinen Mann dazu befragen ;-)).

Deinem Kind kann es in puncto Motivation ähnlich wie dir ergehen

Wenn du ein Kind bist, könntest du dich in folgender Beschreibung wieder erkennen: Du warst am Vormittag in der Schule und hast deine Hausaufgaben schon erledigt. Eigentlich solltest du noch Lernwörter oder Vokabeln machen oder auf eine Arbeit lernen, dein Musikinstrument üben oder dein Zimmer aufräumen. Auf keine dieser Optionen hast du Lust.

Vielleicht würdest du gerne einen Freund treffen, doch es hat eh keiner Zeit. Irgendwie hast du auf nichts richtig Lust. Du wirst knatschig und dir ist langweilig. Deine Motivation ist schlichtweg im Keller. Die einzige halbwegs akzeptable Zerstreuung bietet dir ein Spiel auf dem Tablet oder Handy, weil es dich ablenkt und du dir weiter keine Gedanken mehr machen musst. So bist du wenigstens nicht länger „untätig“.

Danach fühlst du dich allerdings nicht besser, denn dann beginnt meist die Auseinandersetzung mit deinen Eltern, warum du dies und jenes noch nicht erledigt hast, dass du schon wieder viel zu lange an der doofen Spielerei abhängst und so weiter. Es folgen Sätze, die uns allen nur zu gut bekannt sind. Immerhin sind dann deine Eltern an deiner schlechten Laune schuld durch ihr ständiges Gemecker und nicht mehr du!

Viel zu oft geben wir uns der schnellen und leichten Ablenkung und Zerstreuung hin, doch was folgt ist ein negativer Kreislauf, der bei uns Erwachsenen nicht anders ist als bei Heranwachsenden. Keine Motivation, kein Antrieb: Wir werden noch unzufriedener, unsere Aufgaben sind von einem Hügel zu einem Hochgebirge mutiert und der Widerwille, unsere Pflichten endlich anzupacken ist ins Unermessliche gestiegen.

Wie können wir diesem starken Strudel entkommen, der unsere Stimmung immer weiter in den Keller zieht? Je tiefer wir hineingeraten sind, umso schwieriger wird es, uns aus eigenen Kräften wieder rauszubringen und zu motivieren.

Um dem akuten Lethargie-Zustand zu entfliehen gibt es verschiedene Methoden, die ich dir und deinem Kind im Coaching zeigen kann.

Es sind Methoden, die du auf viele verschiedene Lebenssituationen dein ganzes Leben lang übertragen kannst. Sie helfen dir in allen Situationen, in denen du dich motivieren musst. Das Tolle daran ist, dass du dir dann zukünftig ganz leicht selbst helfen kannst. Außerdem lernst du so einen besseren Umgang mit dir selbst. Manchmal ist es tatsächlich wie ein kleiner Schalter, der sich im Gehirn umlegen muss.

Mini-Workshop Motivation: Vier Impulse die du konkret umsetzen kannst

Ist dir der Weg zu mir zu weit, schicke ich dir gerne kostenlos in den nächsten zwei Wochen vier Impulse, die dir und/oder deinem Kind helfen können, zufriedener und motivierter zu werden. Du kannst sie für dich oder mit deinem Kind konkret umsetzen. Probiere es aus!

Mini-Workshop Motivation - Jetzt will doch mal!

Du bist immer wieder genervt, weil du Dinge nicht anpackst, die du eigentlich erledigen solltest? Schnell dabei, stattdessen vor dem Handy oder Fernseher abzuhängen?

In diesem kostenlosen Mini-Workshop zeige ich dir in vier praktischen Schritten per E-Mail, wie du die Kurve kriegst und diese Abwärtsspirale durchbrichst. Du lernst dich zu motivieren!

4 Tipps zur Motivation: „Jetzt will doch mal!“ - Ich zeige dir, wie leicht es ist. 15
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Ich bin Silke Krämer.

Kinder- und Jugendcoach Professional, NLP Master und Coach, EMDR Traumatherapeutin und Gymnasiallehrerin

Ich helfe Familien, wenn es Schulstress gibt und daheim die Fetzen fliegen. Außerdem unterstützte ich Mütter und Väter dabei, sich den Herausforderungen des Familienlebens selbstbewusst zu stellen.

Als Trainerin für Reflexintegration helfe ich deinem Kind, damit ihm die Schule bei Konzentrations­schwächen, Lern- und motorischen Problemen leichter fällt.

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